Alle Jahre wieder … Jungsenioren auf Tour

 

Plauen/Schöneck/Zwickau/AFR. 

Traditionen müssen gewahrt und gepflegt werden. Und zu einem festen Bestandteil im Saisonkalender des TC Blau-Weiß Roßlau zählt die alljährliche (Jung-)Seniorenfahrt der Herren. Ob und in welchem Umfang in diesem Jahr ein gemeinsames Wochenende verbracht werden könne, stand jedoch lange Zeit pandemiebedingt in den Sternen. Die Vorfreude der Elbestädter münzte sich in endgültige Gewissheit um, als Hilmar mit seiner E-Mail am 4.9. rechtzeitig eine Woche vor der Reise die letzten Informationen zum Rahmenprogramm und die Autobesatzungen mitteilte.

Das verlängerte Wochenende im Vogtland wollten 20 Blau-Weiße nicht verpassen. Denn ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit sportlichen, informativen, historischen und geselligen Punkten versprühte Lust auf gemeinsame Tage. Erster gemeinsamer Treffpunkt war gegen Freitagmittag die Fünf-Platz-Anlage des Tennisclub Plauen auf dem Wolfsbergweg.

Nach kurzer Stärkung an den mitgebrachten Leckereien hieß es Outfit eintauschen in die gewohnte Tenniskluft und bewaffnet mit den Rackets rauf auf die rote Asche. Das zuvor tagelang besorgte Verfolgen der Regenprognosen für diesen Nachmittag erwies sich als vollkommen überflüssig, denn mit Temperaturen am Ende der 20er Quecksilberskala erlebten die Schifferstädter bestes Spätsommerwetter. Neben der Temperatur brachten aber auch die verschiedenen Matches die Tennisfreunde ins Schwitzen.Knapp 3 Stunden lang wurden die gelben Filzkugeln eifrig im Schleifchen-Doppelwettbewerb über die Netze geschlagen.

Frisch geduscht wurde sodann der Rest der Wegstrecke bis zum IFA-Hotel in Schöneck in Angriff genommen und nach dem Beziehen der Zimmer das Abendbuffet „gestürmt“. Die Energie aus den neu aufgenommenen Kalorien wurde direkt im Anschluss auf den hoteleigenen vier Bowling- und Kegelbahnen verbrannt. Das Hygienekonzept erlaubte leider keine weitere Nutzung der Tischtennisplatten und des Billardtisches direkt im Anschluss und so nahmen sich einige Mannen dies für den folgenden Abend vor.

Auf dem Weg in die Zimmer lud die Bar noch zu einem Abschlussgetränk ein. Für eine so sympathische Gruppe verschoben die Angestellten ihren wohl verdienten Feierabend bis der letzte Durst gelöscht und die notwendige Bettschwere erreicht war.

Ein nebliger Morgen erwartete die Tennisfreunde zur geplanten Fahrrad-Rundtour. Entweder wurden rasch eigene mitgebrachte Drahtesel von den Autoträgern befreit oder im nahegelegenen Sportpoint-Stützpunkt Bikes übernommen. Pünktlich zum Tourstart um 10 Uhr öffnete Petrus dann auch endgültig seine Schleusen. „Wir sind doch nicht aus Zucker“ hallte es über den Vorplatz der Bike-Station und so ging es nach dem ersten Kennenlernen der E-Bikes direkt auf die ca. 30 km-Etappe. Leider konnte der Verleiher nicht ausreichend elektroinfizierte Zweiräder anbieten, so dass einige mit Verlass auf die eigene Muskelkraft in die Pedale strampelten. Die ersten Anstiege zeigten in der Folge dann einigen rasch die Grenzen ihrer persönlichen Leistungsfähigkeit auf. Damit keiner zurück bleibt, wurden rasch die E-Bikes untereinander durchgetauscht.

In der „Bauernschänke” auf der Wegstrecke kehrte man ein. Da dieses Restaurant ausgebucht war, wurde unsere Gruppe auf der Terrasse platziert. Unter Hausmarkise, Sonnenschirmen und Baumkrone wurde zusammengerückt und dem Regen getrotzt. Nach dem Verzehr kleiner Köstlichkeiten ging es wieder zurück auf die Strecke, immerhin wollte man um 14 Uhr die vorab gebuchte Führung durch die Grube Tannenberg im OT Schneckenstein noch erreichen.

Die Tour stoppte plötzlich auf der zuvor gespeicherten Route, da mehrere Bäume den Weg versperrten und aufgestellte Hinweisschilder der Forstwirtschaft vor Lebensgefahr warnten. Fünf Unverdrossene schlugen sich durch das Dickicht und wollten einen Weg erkunden. Nach kurzer Wartepause entschloss sich die Restgruppe ihnen zu folgen. Allerdings fand man den genutzten Weg nicht und blieb im Gehölz stecken. Also fuhr man ein Teil der schon geradelten Strecke auf der Suche nach einer Alternative zurück. Dabei wurde die Truppe abermals um fünf weitere Freunde gemindert, da nun auch technische Herausforderungen zu meistern waren. Ketten sprangen herunter und mussten nachgestellt werden. Die Tour stand offenbar unter keinem guten Stern. Die Tatsache, eine Ersatzroute durch den mittlerweile stark aufgeweichten Waldboden bis zur Grube finden zu müssen und dabei das vereinbarte Zeitziel für die Grubenführung noch zu schaffen, wurde diskutiert. Vernünftigerweise entschied sich das Peloton die Grubenbesichtigung abzusagen, da man selbst bei Erreichen der Sehenswürdigkeit, so durchnässt und verschwitzt aus gesundheitlichen Erwägungen nicht bei einstelligen Temperaturen die unterirdischen Eindrücke genießen wollte.   Stattdessen wurde die Fahrt in Richtung Hotel fortgesetzt.

In Muldenberg angekommen brach wie von Geisterhand die geschlossene Wolkendecke auf und die Sonne trat hervor. Zudem erschien wie eine Fata Morgana am Horizont unerwartet ein Dorffest und die Radler fanden sich plötzlich inmitten des traditionellen Muldenberger Kettensägenschnitzertreffens wieder. Dank der Wettbewerbe im Speed Carving und Bierkistenstapeln sowie dem Bestaunen des historischen Schauflößen vom ortsansässigen Flößerverein war der Nachmittag versöhnlich „gerettet“. Schnell wurden die Standortkoordinaten an die verlustig gegangene Splittergruppe übermittelt und knapp vor Abfahrt zum Hotel trafen die Kameraden ein. Gerade rechtzeitig, um die Wiedersehensfreude noch mit einem gemeinsamen Erfrischungsgetränk zu feiern. Die letzten Kilometer zur Unterkunft waren dank der abermaligen Radeltausche dann auch rasch als Teamleistung bewältigt.

Die erlebten Tageseindrücke wurden dann beim Abendessen und der anknüpfenden Fortsetzung der Vortagesfreizeitaktivitäten ausgetauscht.

Den Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntag Vormittag die Besichtigung des August-Horch-Museums in Zwickau. Auf die Reise in die Automobile Vergangenheit nahm uns ein als August Horch verkleideter Museumsmitarbeiter mit. Eindrucksvoll wurden wir durch die mittlerweile 115jährige Geschichte an der historischen Geburtsstätte von Audi geführt. Einige neue Informationen wie z.B. die Zugehörigkeit der Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto-Union wurden erstaunt gesammelt genauso wie kopfnickend bereits vorhandenes Wissen bestätigt. Und immer wieder wurde durch das August Horch-Double amüsant auf die Wirkungsweise einzig wahrer Verbrennerfahrzeuge im Vergleich zu den neumodernen Vehikeln hingewiesen. Im Museums-Bistro wurden im Anschluss noch die Erinnerungen an eigene Gefährte der Zwickauer Produktionshallen ausgetauscht ehe sich die Wege wieder trennten und die individuellen Abreisen erfolgten.

Mit dieser Wochenendreise reiht sich ein weiteres Highlight zu den bisherigen Fahrten. Ein herzliches Dankeschön an Hilmar für die sehr gute Organisation des gesamten Events.

Mit großer Vorfreude wird nun auf die nächste Reise in 2022 hingefiebert.

 

 

Historisches Meisterstück

Herren 40 bleiben durch 5:1 gegen TC GW Burg ungeschlagen in 2021

Erstmaliger Aufstieg in die Landesliga in der Vereinsgeschichte perfekt  

Alles war angerichtet für ein perfektes Saisonfinale, als am Samstag, 31.7. die Blau-Weißen Herren 40 die Gäste vom TC GW Burg empfingen. Bis dato ungeschlagen hatten sich die Schifferstädter in der Bereichsliga behauptet und hatten nach dem letzten 4:2-Heimerfolg gegen den Mitfavoriten der SG Eintracht Ebendorf alle Trümpfe auf heimischer Anlage in der Hand, den Staffelsieg perfekt zu machen und damit das Ticket für den Aufstieg in die höhere Landesliga zu lösen.

Die Burger Sportler hatten eine eher durchwachsene Bilanz vorzuweisen und blieben in der laufenden Saison bislang unter ihren eigenen Erwartungen. Zum ersten Aufeinandertreffen beider Teams reisten die Sportler aus dem Jerichower Land mit nur einem Sieg im Gepäck als Tabellenletzter am Streetzer Weg an.   Wenngleich die Rollen schon vorm ersten Aufschlag verteilt schienen, waren Roßlaus 40er gewarnt, denn in ähnlich aussichtsreicher Situation befanden sie sich bereits in der Saison 2019. Seinerzeit reiste man als Favorit und Tabellenführer zu einem regenbedingten Nachholspiel zum bis dato sieglosen Ranglistenletzten SV Zörbig, wo man mit einem 3:3 Unentschieden überraschend strauchelte. Auf der Zielgeraden wurde man dadurch noch vom TC Wittenberg II vom Aufstiegsrang verdrängt, da diese bei gleicher Anzahl Tabellenpunkte einen einzigen Matchpunkt mehr vorzuweisen hatten.   Wie beim 5:1-Saisonauftakt beim Biederitzer TC zählten Stefan Höhn, Matthias Allmich, André Friedrich und Marko Schneider beim Saisonendspurt zum Blau-Weißen Aufgebot.   Allmich überzeugte in seinem Einzel wieder auf ganzer Linie. Der Uhrzeiger schaffte nicht einmal eine volle Umdrehung für die von ihm erteilte Lehrstunde (6:0, 6:1 gegen Candy Steinke). Damit behält Allmich seine weiße Weste auch im vierten Einzeleinsatz dieser Spielklasse.   Schneider wollte ihm in nichts nachstehen und auch seine Erfolgsbilanz unbesiegt vollenden. Er startete sehr abgeklärt und holte sich überlegen den ersten Durchgang mit 6:1. Im zweiten Satz hätte Schneider die Vorentscheidung mit Spielbällen zum 4:1 einloggen können. Allerdings war es plötzlich sein Herausforderer, der Punkt um Punkt verkürzte. Schneider spielte gegen den gebürtigen Vietnamesen Nguyen zu passiv und dem zwischenzeitlichen 5:4 folgte mit 5:7 der Satzverlust. Nun kam es auf die Nervenstärke an. Im Gleichschritt entwickelte sich der entscheidende Champions Tie Break bis zum 5:6. Beim 6:6 wechselten beide Spieler die Seiten. Absolute Anspannung lag in der Luft und die Zuschauer trauten sich beim 7:7 kaum noch zu atmen. Absolut Nervenstark präsentierte sich Schneider, der mit drei lehrbuchmäßig herausgespielten Punkten mit 10:7 den Satz und damit auch das Match gewinnen konnte (6:1, 5:7, 10:7 gegen Binh Nguyen).   Friedrich hatte auf seinem Court weniger Gegenwehr seines Gegenübers zu brechen. Durchgehend hatte er das Match im Griff und variierte quasi nach Belieben. Folgerichtig erhöhte er mit seinem Sieg auf die zwischenzeitliche 3:0-Gesamtführung (6:2, 6:2 gegen Maik Ahlert).      

Höhn hätte mit einem Einzelsieg den Gesamterfolg schon perfekt machen können. Aber ihm war wieder das dickste Brett an diesem Tag vorbehalten. Er musste im Spitzeneinzel gegen die Burger Nummer eins Voigt antreten, der durch Achtungserfolge in dieser Saison bereits für Aufsehen sorgte. Höhn war hellwach und ging im ersten Durchgang gleich 3:0 in Front. Zusehends kam sein Kontrahent jedoch immer besser ins Spiel. Dieser nutzte die gesamte Spielfeldgröße aus und hatte mit zahlreichen Linienbällen mehr Fortuna als der Roßlauer Sportler und konterte Höhns gelungenen Matchauftakt. Lange Grundlinienduelle zeichneten den Spielverlauf aus, bei denen Höhn zu selten den abschließenden Punkt erzielen konnte und den ersten Satz mit 5:7 abschreiben musste.

Im zweiten Durchgang blieb die Begegnung spannend und ausgeglichen bis zum 4:5. Der Schifferstädter nutzte die herausgespielte Chance auf Spielbälle nicht und verpasste den 5:5-Gleichstand. Stattdessen wurde Höhn gebreakt und musste zum fairen Gratulieren ans Netz marschieren (5:7, 4:6 gegen Enrico Voigt).   Mit dem 3:1 nach den Einzeln verschob sich die vermeintliche Aufstiegsfreude auf die Doppelpartien. Zu feiern gab es nämlich noch nichts, da es den Burgern dank des zusätzlichen Satzgewinns in Schneiders Match rechnerisch noch möglich war insgesamt zu gewinnen. Dazu brauchte es jedoch beide Doppelsiege. Die Hausherren hatten jedoch noch ein gehöriges Wörtchen mit zu sprechen und alle Trümpfe in eigenen Händen, denn in der laufenden Saison wurden bis dato alle Doppelpartien gewonnen.

Und so setzte man auf die Paarungen Höhn/Allmich und Friedrich/Schneider und jeder Spieler traf auch in den Doppeln auf seinen Einzelgegner.   Im Spitzendoppel hatten Höhn/Allmich anfänglich Mühe den Burger Voigt in Schach zu halten und verloren den ersten Durchgang mit 3:6. Auf dem benachbarten Court lag das Momentum voll bei Friedrich/Schneider. Sie schafften es jeweils ihren Mitspieler am Netz in aussichtsreiche Situationen zu kombinieren und die Cross-Rallyes aufzubauen. Schneider von der Vorhandseite und Friedrich auf der Rückhandseite ergänzten sich vortrefflich. Beide Gewinnsätze wurden mit 6:2 gewonnen, so wie es Friedrich auch schon aus seinem Einzelergebnis her kannte (6:2, 6:2 gegen Ahlert/Nguyen). Dieser Leistung wollten Höhn/Allmich nicht Nachstehen und kämpften sich zurück. Immerhin waren beide die Doppelpaarung der gesamten Saison. Mit ihren zusätzlichen siegreichen Einsätzen bei den Herren30 sollte auch diese Bilanz im siebten gemeinsamen Saisondoppel im Wettspielbetrieb halten.

Das was beide Blau-Weißen auszeichnete war die abgestimmte Variation am Netz, die sie nun bravourös zeigten und sich den Satzausgleich holten. Diesen Rückenwind nahmen sie auch mit in den Champions Tie Break und ließen nichts mehr anbrennen (3:6, 6:4, 10:1 gegen Voigt/Steinke).   Damit brachen alle Dämme und die Freude war riesengroß.

Mit 5:1 gewinnen die Schifferstädter auch das letzte Punktspiel und krönen eine herausragende Saison. Und wie! Von den insgesamt 24 Saison-Matches wurden 20 von dem Herren40-Quintett, zudem noch Bastian Müller zählt, der jedoch im Saisonfinale fehlte, gewonnen.   Friedrich: „Das wir mit dieser Mannschaft als Favorit gehandelt werden war uns bewusst. Aber neben der reinen Papierform muss man die Leistung auch auf dem Platz zeigen. Und das ist uns immer wieder in variierenden Aufstellungen eindrucksvoll gelungen.“ Dank dieses Abschneidens hinterlassen die 40er auch einen Eintrag in den Vereinsgeschichtsbüchern, denn bislang war es noch keinem Blau-Weißen-Team im Seniorenbereich gelungen in die Landesliga von Sachsen-Anhalt aufzusteigen.  

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Matthias Allmich, André Friedrich und Marko Schneider

Drei Spiele zum Silbersieg 

Tennis – Herren 30 (Landesliga)

 

Unglückliche Niederlage nach Punkten – 3:3 gegen TC GW Aschersleben bedeutet Bronzeplatz  

Aschersleben/AFR.

Im letzten Punktspiel der Herren30 stand am Samstag, 24.7. der Kampf um den Vizemeistertitel in der Landesliga an.

Während das Team des 1. TC Magdeburg II sich schadlos behauptete und den glatten Durchmarsch erzielte, entbrannte dahinter zwischen dem TC Blau-Weiß Roßlau und dem TC Grün-Weiß Aschersleben das Ringen um den Silberrang. Die Blau-Weißen hatten dabei vor Spielbeginn bei gleicher Anzahl Tabellenpunkte dank der besseren Matchpunkte die günstigere Ausgangslage und Platz zwei inne.

„Ein Unentschieden reicht uns“ frotzelten die Schifferstädter bei der Anreise. Normalerweise ist diese Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering, da bei den gewonnenen Matchpunkten, Sätzen und Spielen absolute Gleichheit am Ende des Punktspiels bestehen muss. Wie knapp es am Ende werden würde konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen.    Bei den beiden bisherigen Begegnungen (Saison 2018: 1:5; Saison 2017: 2:4) hatten die Schifferstädter das Nachsehen. Im dritten Aufeinandertreffen wollten sie endlich den Sieg erringen und reisten mit der nominellen Bestbesetzung nach Rangliste an. Stefan Höhn, Daniel Scheffer, Matthias Allmich und André Friedrich schlugen auf der schönen Tennisanlage am „Tor zum Harz“ auf.

Aber auch die Grün-Weißen stellten ihre Top4-gesetzten Spieler, die mindestens jeweils zwei Leistungsklassen besser rangierten, auf und somit kam neben dem Heimvorteil ihnen eine kleine Favoritenrolle zu.     Da ein Court auf der Drei-Platz-Anlage aus Sicherheitsgründen für den Punktspielbetrieb gesperrt war, eröffneten Scheffer und Allmich die erste Einzelserie auf zwei Plätzen.   Bis zum 3:3 im ersten Durchgang war Scheffers Match ausgeglichen. Dann gelang ihm im vorentscheidenden siebten Spiel das wichtige Break. Insbesondere mit seiner einhändigen Rückhand erzielte er Punkt um Punkt. Mit viel Topspin hatte er die ideale Länge seiner Schläge gefunden und servierte beim zwischenzeitlichen 5:4 zum Satzgewinn. Ein 0:30 drehte Scheffer durch vier tadellose Rallyes und verbuchte den ersten Satz. Er erwischte einen Sahnetag und behauptete sich auch im zweiten Satz. Einem 3:1 folgte ein 5:2 und mit einem Ass erkämpfte sich der Blau-Weiße den ersten Matchball. Mit einem Service Winner machte er schließlich den Sack zu und holte den ersten Siegpunkt (6:4, 6:2 gegen Brian Dressler).

Parallel stand Allmich erst in der entscheidenden Phase seines ersten Durchgangs. Einen 3:5-Rückstand hatte der Blau-Weiße zum 6:5 gedreht und sich in den Tie Break gespielt. Die Aufholjagd stockte aber am Satzende. Mit 1:7 ging der Tie Break viel zu schnell verloren. Im zweiten Durchgang lieferte er sich mit seinem Gegenüber wieder ausdauernde Slice-Duelle. Mit dosierten Schlägen an die T-Linie lockte Allmich immer wieder den Grün-Weißen an das Netz, der mit seinen Gegenkontern mehrfach die Oberhand behielt. Ein Break fehlte im zweiten Satz und Allmich unterlag das Stopp-Festival (6:7, 4:6 gegen Mario Hecker).  

Währenddessen hatte Höhn den Center Court zum Spitzeneinzel betreten. Wenn immer es gegen Aschersleben bislang ging, dann traf er auf deren Vereinsbesten Haberecht. Höhn blickte dabei auf ein 2:0 im Head-to-Head-Vergleich und wollte sich das Triple holen. Aber dieses Mal war es der Grün-Weiße, der von seiner Aufschlagstärke partizipierte und alleine 6 Asse aufschlug. Die Aufschlagspiele waren denkbar knapp und hart umkämpft. Ein Break leistete sich der Elbestädter im ersten Satz und geriet ins Hintertreffen. Spannend ging das Einzel weiter und brachte beim 2:3 im zweiten Gewinnsatz seine Entscheidung. Höhn nutzte Spielbälle bei eigenem Service nicht und konnte das Ruder nicht mehr rumreißen (3:6, 2:6 gegen Sebastian Haberecht).   Nun war es an Friedrich den Punkterückstand zu egalisieren. Im Duell der Kapitäne traf er auf Fricke und verschlief den Anfang. Nach 0:2 schüttelte sich der Blau-Weiße und schaltete den Zwischenturbo ein. Fünf Spiele infolge gestalte er für sich und zog auf 5:2 davon. Fricke nahm nun eine Pausenzeit, um sich wieder zu fangen und sich etwas von der mittlerweile starken Sonneneinstrahlung zu erholen. Aber direkt nach Wiederaufnahme des Matches holte sich Friedrich den ersten Durchgang. Der Blau-Weiße kam besser mit den Bedingungen zurecht und ging auch mit 3:1 in Front. Bei den Zuschauern traten kurzweilig Schweißperlen auf die Stirn, als Friedrich Spielbälle zum 4:1 nicht nutzte, stattdessen mit 3:2 die Seiten wechselte und in der Folge beim 3:4 auf der Bank Platz nahm. Mit der Sonne im Rücken spielend ging der Roßlauer wieder mit 5:4 in Front und erspielte sich bei eigenem Service einen Matchball. Mit einem Cross-Stopp wehrte der Grün-Weiße diesen Matchball ab und schaffte das Break. Friedrich holte sich das Re-Break und beim 6:5 stand er wieder mit seinem Service an. Nach 0:30 glaubten alle Anwesenden, dass das Match in den Tie Break gehen würde. Aber der Roßlauer war an diesem Tag der mental stärkere Spieler und nutzte beim prompten 40:30 seinen zweiten Matchball (6:2, 7:5 gegen Christian Fricke).  

Ungläubig rieben sich die Sportler die Augen, als die Zwischenbilanz nach den gespielten Einzeln erstellt wurde. Das es 2:2 nach Matches und 4:4 nach Sätzen stand, konnten alle rasch überblicken, aber bei der Aufsummierung der gewonnenen Spiele stand es 40:38 für die Roßlauer, die damit zwei Spiele Vorsprung hatten. Nicht nur der Sieg mindestens eines Doppels musste erzielt werden, sondern auch mit möglichst deutlichem Ausgang. Für die Blau-Weißen war klar, dass die in dieser Saison bislang fünfmal ungeschlagene Paarung Höhn/Allmich im Spitzendoppel aufgestellt wird und folglich Scheffer/Friedrich das zweite Duo bilden werden. Aschersleben nutzte die vollständige Beratungszeit, um die Paarungen Haberecht/Fricke und Dressler/Hecker zu benennen.   Immer wieder gingen die Blicke der Spieler zur Anzeigetafel des Nachbarcourts. Aus den Augenwinkeln wurde der neueste Spielstand erhascht. Das Kopfrechnen hatte längst angefangen und verhinderte die notwendige Konzentration. Scheffer/Friedrich gingen in ihren Spielen stets über Einstand und hatten unglücklich immer das Nachsehen. Prompt ging der erste Durchgang mit 1:6 verloren. Parallel hatten Höhn/Allmich ihren ersten Satz mit 6:2 klar gewonnen. Dadurch schmolz der Vorsprung in der Gesamtrechnung auf nur noch ein Spiel zusammen. Scheffer/Friedrich konnten den Turnaround im zweiten Satz nicht schaffen. Auch wenn sie 0:40-Rückstände aufholten und sogar Spielbälle bei eigenem Service hatten, konnten sie keinen weiteren Punkt mehr beisteuern (1:6, 0:6 gegen Dressler/Hecker). Rasch gingen die Blicke zum Nebenplatz. Höhn/Allmich hätten den zweiten Durchgang mindestens mit 6:1 gewinnen müssen, um insgesamt auch Spielgleichheit herzustellen und mit diesem Unentschieden den Silberplatz zu verteidigen. Aber am Anfang des zweiten Satzes waren es die Hausherren, die beflügelt aufspielten und 4:1 führten. Damit war auch ohne Rechenschieber klar, dass es für die Roßlauer in der Gesamtaddition nicht mehr reichen kann. Beeindruckenden Sportsgeist bewiesen Höhn/Allmich, die um die neue Situation wissend, ihr bestes Tennis aufboten und dominant das Netzspiel beherrschten. Sie konnten den 1:4 Rückstand in eine 5:4 Führung ummünzen. Letztendlich gewinnen beide auch ihr sechstes Doppelmatch in dieser Saison und behalten hier ihre weiße Weste (6:2, 7:5 gegen Haberecht/Fricke).   Gleichzahl zwischen beiden Teams bestand in der Gesamtaddition bei den gewonnen Matchpunkten (3) und Sätzen (6). Allerdings hatten die Hausherren 57 Spiele auf ihrem Punktekonto, während die Blau-Weißen 54 Punkte als ihre aufzählen konnten.

Mit nur drei Spielen Vorsprung sicherten sich die Ascherslebener den Gesamtsieg und damit den Vizemeistertitel in der Landesliga Herren 30.

Friedrich: „Klar sind wir enttäuscht. So knapp waren wir in der Gesamtrechnung noch nie an Aschersleben dran. Versöhnlich stimmt jedoch, dass jeder Roßlauer Spieler mit einem Sieg im Gepäck nach Hause fährt.“   Wie im Jahr 2017 beenden die Schifferstädter die Herren30-Konkurrenz auf dem Bronzethron. Nach Rang 4 (Saison 2018 und 2020) und Rang 5 (Saison 2019) ist das Erreichen des Podestplatzes eine tolle Mannschaftsleistung.  

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Daniel Scheffer, Matthias Allmich und André Friedrich  

                24.Juli
            Jungseniorenturnier

Unser alljährliches Traningslager fand am letzten Samstag statt. Das Teilnehmerfeld war trotz vieler verschobener Termine und der Ferienzeit mit 12 aktiven Spielern gut besucht.  Der größte Gegner war an diesem Samstag aber das Wetter. Bei munteren 30° und voller Sonne, gab es bereits nach einigen Spielen Spuren der Erschöpfung. Tapfer hielten sich aber alle Spieler und absolvierten ihre gesetzten Spielpaarungen.

Mit einem neuen Spielmodus liefen die Gruppen in 2 Staffeln, die am Ende einen würdigen Sieger bei einem sehr aufregendem Spiel hatte. Thomas Klickermann konnte nach aufopferungsvollem EInsatz das Endspiel gegen Uwe Hoffmann im Tie Break für sich entscheiden. Die 2.Staffel gewann Dirk Herrmann. 

Bei einem geselligen Beisammensein wurde das eine oder andere Siegergetränk getrunken und mit frisch Gegrilltem und Salaten das leibliche Wohl wieder hergestellt. Ein langer schöner Tag wurde spät am Abend nach Sport, Spannung und Spaß verabschiedet.

 

Drehbuchreifer Punktspieltag 

Tennis - Herren 40 (Bereichsliga)

Herren 40 bezwingen im Spitzenspiel Ebendorf mit 4:2  

Roßlau/AFR. Augen reiben war am Samstag, 17.7. angesagt, als die Gäste der SG Eintracht Ebendorf die Tennisanlage am Streetzer Weg betraten. Nein, es handelte sich nicht um ein Déjà vu. Bereits vier Wochen zuvor standen sich das Roßlauer Team und die Sportler aus der Magdeburger Region schon einmal an selber Wirkungsstätte bei der Herren30-Konkurrenz gegenüber. Und nun traf man wieder in der Herren40-Liga aufeinander. Eigentlich hätte man den selben Spielberichtsbogen nochmal verwenden können, denn die Gäste reisten wieder mit identischer Besetzung an.

Bei den Blau-Weißen waren wie am 19.6. Stefan Höhn, André Friedrich und Bastian Müller wieder mit von der Partie. Matthias Allmich kam für Daniel Scheffer an dessen Position ins Schifferstädter Quartett und so gab es die Neuauflage von drei Einzeln.   Während sich in der Herren30-Konkurrenz ein glatter Durchmarsch des 1. TC Magdeburg II abzeichnet und sich die Teams aus Roßlau und Ebendorf dahinter einreihen, geht es bei den 40er zwischen Roßlau und Ebendorf um den Staffelsieg in der Bereichsliga. Diese gewisse Anspannung war auch die ganze Zeit bei den bislang verlustpunktfreien Teams spürbar.   Routinier Allmich, der als einziger Roßlauer seinen Ebendorfer Gegner noch nicht kannte, spielte gewohnt unbekümmert und schnörkellos. Von Anfang an behauptete er sich in seinem Match und ließ sich nicht die Butter vom Brot nehmen (6:3, 6:4 gegen René Behrens).   Müller hatte an diesem Tag viel vor. Lief er beim kürzlichen Aufeinandertreffen gegen Patrick Leiß noch einem Satzrückstand hinterher, so war es diesmal Müller, der von Anfang an hell wach war und Durchgang eins auf der Habenseite verbuchte. Im zweiten Gewinnsatz ließ er sich auf das Ebendorfer Spiel ein und ordnete seine Marschroute unter. Zu selten beendete er eine Rallye mit einem Winner und in der Folge kam es zum Satzausgleich. Im Champions Tie Break war es anfänglich wieder Müller der die Ballwechsel diktierte und 4:0 in Führung ging. Wenige Momente später war dieser Zwischenstand beim 4:4 egalisiert und die Partie kippte leider wieder (6:4, 2:6, 6:10 gegen Patrick Leiß). Der gewonnene Satz sollte aber noch Richtungsweisend für den weiteren Punktspieltag werden.  

Höhn traf im Spitzeneinzel auf den Gästekapitän Witter. Deren bisheriger Head-to-Head-Vergleich stand vor Beginn der Partie mit 2:0 zu Gunsten des Ebendorfers. Höhn wollte im dritten Anlauf endlich den Bann brechen. Zu verkrampft startete jedoch Höhn und lief gleich beim 0:2 im ersten Satz einem Break hinterher, das er nicht mehr zurückholen konnte. Der Start des zweiten Durchgangs war auch sehr holprig für Höhn und auf der Anzeigetafel leuchtete ein 0:3, aus diesem in der Folge ein 2:5 wurde. Wer nun den Roßlauer Vereinsbesten abschreiben wollte, hatte aber die Rechnung ohne Höhn gemacht. Höhn stellte seine Strategie um und traute sich immer öfter ans Netz, wo er punktete. Mit der Abwehr eines gegnerischen Matchballs startete dank seiner offensiveren Spielweise seine Matchphase bis zum 4:5. Sogar Spielbälle zum 5:5 erarbeitete sich der Blau-Weiße, die er ungenutzt ließ und sich um die Belohnung seiner Aufholjagd brachte (3:6, 4:6 gegen Torsten Witter).       

Roßlaus Mannschaftsführer Friedrich traf in seinem Einzel wieder auf Olaf Spahn. Nachdem Friedrich das Hitzeduell vor vier Wochen im dritten Durchgang denkbar knapp mit 10:8 gewinnen konnte, wollte es diesmal sein Ebendorfer Herausforderer besser machen und startete gleich mit einem Ass in die Partie und erwischte bis zum 2:0 auch den besseren Start. Friedrich schüttelte sich ab und besann sich seines Matchplanes, immerhin kannte er aus der Erstbegegnung die Schwachstelle im gegnerischen Spiel. Immer wieder spielte er seinen rechtshändrigen Kontrahenten in dessen Rückhandseite fest, öffnete dadurch das Spielfeld und beendete die Rallye mit einem Longline Rückhand-Winner. Der erste Gewinnsatz ging nach dem 0:2 ohne weiteren Punktverlust auf das Roßlauer Konto. Im zweiten Satz war es bis zum 3:3 ein wieder ausgeglichenes Match ehe Friedrich das berühmte siebte Spiel durch ein Break gewinnen konnte. Nun war er endgültig in Spahns Kopf und brachte das Match nach Hause (6:2, 6:3 gegen Olaf Spahn).  

Wie beim Aufeinandertreffen bei den 30ern stand es nach den Einzelwettbewerben 2:2. Und nun erwies sich der von Müller gewonnene Einzelsatz als Vorteil bei den strategischen Doppel-Aufstellungen. Denn den Blau-Weißen reichte der Sieg eines der beiden ausstehenden Doppelpaarungen. Die unter Zugzwang stehenden Ebendorfer mussten beide Doppel gewinnen, da bei Gleichstand der gewonnenen Matches in der Endabrechnung der Satzvorsprung zum Gesamtsieg reichen würde. Somit trennten die Platzgäste ihr eingespieltes Top-Doppel Witter/Behrens auf und stellten im Spitzendoppel Leiß an die Seite von Witter und in der weiteren Paarung Spahn  neben Behrens auf. Die Schifferstädter hatten darauf spekuliert und Höhn/Allmich und Friedrich/Müller nominiert.   Der Punktspielkrimi nahm seinen Lauf. Von Taktik geprägte Ballwechsel konnten beobachtet werden, bei denen immer wieder die Crossduelle die Entscheidung brachten. Nach knapp einer Stunde bejubelten die Hausherren die jeweilige Satzführung. Beim stand von 6:5 breakten Höhn/Allmich ihre Gegner und holten sich die halbe Miete. Friedrich/Müller gingen schon mit einem Break Vorsprung beim 5:3 in den eigenen Service. Friedrich servierte mit einem Ass zum 40:0 und drei Satzbälle standen zu Buche, von den Müller mit einer überzeugenden Netzaktion den letzten zum Satzgewinn nutzen konnte. Diese Zwischenführungen mussten die Blau-Weißen noch nach Hause bringen. Aber die Ebendorfer hielten weiterhin gegen, da diese wieder wie in 2019 in die höhere Landesliga zurückkehren wollten und dazu den Gesamtsieg brauchten. Wenn jedoch eins den Schifferstädtern in dieser Saison bislang einwandfrei gelingt, dann ist es das Doppelspiel. Und so bleibt auch an diesem Tag die weiße Doppelweste an. Beide Paarungen holten sich ein entscheidendes Break im zweiten Durchgang und so endete nach 2 Stunden Spielzeit die Nervenschlacht von Höhn/Allmich (7:5, 6:3 gegen Witter/Leiß) und Friedrich/Müller (6:3, 6:3 gegen Behrens/Spahn).   Mit dem 4:2 gelingt den Blau-Weißen ein großer Meilenstein im Kampf um den Staffelsieg. Den in der Vereinsgeschichte erstmaligen Aufstieg in die Landesliga der Herren40 können die Elbestädter am letzten Spieltag am Samstag, 31.7. um 10 Uhr gegen den TC GW Burg perfekt machen. Auf heimischer Anlage gilt es für die Roßlauer ihre Saisonleistung zu krönen und den Deckel drauf zu machen.    

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Matthias Allmich, André Friedrich und Bastian Müller

Doppelbelastung am Wochenende mit Ostligaluft 

Tennis – Herren 30 (Landesliga)/Herren 40 (Bereichsliga)

Herren40 punkten 6:0 auswärts in Schönebeck – Herren30 unterliegen Magdeburg  

Schönebeck/Roßlau/AFR. Am Wochenende 10. und 11. Juni stand für die Spieler der Herren30/40-Auswahl ein tennisreiches Programm an. Samstag führte es die 40er-Runde zur zweiten Garde des TC Blau-Weiß Schönebeck, am Sonntag empfing man in der 30er-Konkurrenz auf heimischer Anlage das zweite Team vom 1. TC Magdeburg.

In beiden Altersklassen traten die Schifferstädter bislang ungeschlagen an, aber wie unterschiedlich die Spielstärke, der bei den Gegnern jeweils neu gemeldeten zweiten Reihen sein kann wurde deutlich.  

Herren40 (Bereichsliga) Wie im Vorjahr durften die Elbestädter gegen ihre Blau-Weißen Namensvetter in Schönebeck antreten. Die dortige Anlage erwies sich nach deren Umbau in neuem Glanz und gutes Pflaster für die Roßlauer. In der Besetzung Stefan Höhn, Matthias Allmich, Marko Schneider und Bastian Müller wurde ein unangefochtener 6:0-Gesamtsieg eingefahren. Alle Roßlauer Akteure überzeugten in ihren Matches und erzielten zwei klare Gewinnsätze, mit jeweils maximal zwei abgegebenen Spielen. Höhn besiegte im Spitzeneinzel den Schönebecker Kapitän (6:1, 6:2 gegen Thomas Hanemann). Schneider wiederholte selbiges Ergebnis und trug sich in der Siegerliste ein (6:1, 6:2 gegen Jens Schönherr). Allmich beherrschte seinen Kontrahenten (6:2, 6:2 gegen Matthias Schubert) und Müller spiegelte ebenso das Ergebnis auf seinem Court (6:2, 6:2 gegen Alexander Braumann). Nach dem 4:0-Zwischenstand waren die Doppel nur noch Formsache. Höhn/Allmich (6:0, 6:1 gegen Hanemann/Schönherr) und Schneider/Müller (6:0, 6:2 gegen Schubert/Braumann) verteilten im jeweils ersten Satz auch die Höchststrafe und steuerten danach ihre Matches nach Hause.   Mit insgesamt nur 17 den Platzherren gelassenen Spielen senden die Schifferstädter ein deutliches Achtungszeichen an die Ligakonkurrenz und toppen ihren Auftaktsieg von 5:1 gegen den Biederitzer TC. Neben den Roßlauern ist mit der SG Eintracht Ebendorf nur noch ein weiteres Team verlustpunktfrei. Auf die Ebendorfer Sportler trifft man am Samstag, 17.7. um 10 Uhr auf heimischen Courts. Der Sieger dieser Punktspielpartie macht einen großen Schritt in Richtung Staffelerfolg. In der 30er-Konkurrenz standen sich beide Vereine heuer bereits gegenüber und die Blau-Weißen konnten mit 4:2 den Gesamtsieg behaupten.  

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Matthias Allmich, Marko Schneider und Bastian Müller  

 

Herren30 (Landesliga) Emotional aufgeladen von dem souveränen Vortagessieg hingen die Trauben am Sonntag gegen die Landeshauptstädter etwas höher. Um genau zu sein lagen eigentlich zwei Ligen zwischen den anreisenden Gästen und der Blau-Weißen Equipe. Im Vorjahr standen einige gegnerische Spieler noch in den Diensten des TC Wernigerode in der Ostliga. Nachdem der Harzer Club in dieser Saison in der Bundesliga aufschlägt und sich das Spielniveau nochmal verstärkte, suchten sich die Mannen mit der Gründung einer zweiten Mannschaft beim 1. TC Magdeburg eine neue Heimat. Somit wehte Ostligaluft über die 4-Platz-Anlage im nördlichen Roßlauer Stadtteil.   Beide Mannschaften gaben sich in ihren bisherigen beiden Punktspielen keine Blöße und standen verlustpunktfrei an der Spitze der Landesliga Staffel Nord.   Neben den bereits am Vortag in Schönebeck spielenden Stefan Höhn, Matthias Allmich und Marko Schneider komplettierte Daniel Scheffer das Blau-Weiße Quartett. Der 38-jährige Scheffer, der auf seine Spielberechtigung bei den Herren40 noch warten muss und somit nicht zwei Matches in den Knochen hatte, begeisterte durch seine unbekümmerte Spielweise. Gegen den 8 Leistungsklassen besser rangierenden Brauns bestimmte Scheffer den ersten Satz und holte sich diesen verdient im Tie Break. Dies ließ Brauns nicht auf sich sitzen und konterte mit dem Satzausgleich. Die Entscheidung musste der Champions Tie Break bringen. Die überragende Nervenschlacht spitzte sich zu und nur wenige Nuancen trennte beide Spieler auf der Asche. Am Ende blieb Scheffers aufopferungsvoller Kampf undankbar knapp unbelohnt (7:6, 0:6, 8:10 gegen Sören Brauns). Scheffer: „Die Niederlage ist zwar bitter, aber das Wissen auf Augenhöhe mithalten zu können, fühlt sich gut an. Und das nicht mal ein Jahr nach der Verletzung an meiner Achillessehne.“   Höhn (0:6, 0:6 gegen Daniel Mlynek), Allmich (1:6, 1:6 gegen Fabio Antemann) und Schneider (1:6, 0:6 gegen Kai Maienschein) standen von Beginn an unter Druck. David gegen Goliath umschreibt am besten die Situation mit den zwischen 8 und 10 Leistungsklassen besser postierten Kontrahenten. Mutig stemmten sich die Schifferstädter in ihren Partien, aber ohne Erfolg.   War es am Vortag ein 4:0 nach den Einzeln, stand nun ein 0:4 zu Buche. Bei den anschließenden Doppeln konzentrierten sich die Blau-Weißen auf die Ergebniskosmetik. Neben der bereits mehrfach in dieser Saison agierenden Paarung Höhn/Allmich sollten  Scheffer/Schneider Punkte einfahren.   Scheffer/Schneider kamen nach anfänglichem Satzverlust immer besser in die Partie. Im zweiten Durchgang angekommen, hatten sie ihre Durchschlagskraft erreicht und konnten das Match offener gestalten. Auf ein Break schafften die Roßlauer jedoch nicht das Re-Break und die Platzgäste siegten (1:6, 3:6 gegen Brauns/Antemann). Im Spitzendoppel war alles vorbei ehe es eigentlich angefangen hatte. Magdeburgs Nummer eins Mlynek verletzte sich im ersten Returnspiel schwer und musste mit einer Fleischwunde am Schienbein aufgeben. Höhn: „Zu allererst hoffe ich, dass Daniel schnell wieder gesund wird und die Saison für ihn nicht auf unseren Plätzen endet. Schade, dass wir unser Spielniveau nicht im Doppel gegen die favorisierten Magdeburger unter Wettkampfbedingungen testen konnten.“   Mit dem schmeichelhaften Doppelpunkt endet der Kampf um die Landesligakrone zugunsten der Magdeburger, die sie sich endgültig am 31.7. beim letzten Punktspiel in Ebendorf aufsetzen können. Die Roßlauer bleiben weiterhin auf Tabellenplatz zwei und sind nun punktgleich mit dem TC GW Aschersleben. Den Vizetitel wollen die Schifferstädter im ausstehenden Punktspiel am 24.7. in Aschersleben eintüten.  

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Daniel Scheffer, Matthias Allmich und Marko Schneider

Weiter auf Erfolgskurs

30er siegen auch auf fremder Asche – 5:1 Auswärtserfolg in Halberstadt  

Halberstadt/AFR.   Nach dem gelungen Saisonauftakt aus dem 4:2-Heimerfolg gegen die SG Eintracht Ebendorf aus der Vorwoche wollten die Blau-Weißen Herren30 am Samstag, 26.6. bei TC RW Halberstadt nachlegen. Gegen die Halberstädter Auswahl sollten die Schifferstädter Jungsenioren erstmals in der Vorjahressaison aufschlagen. Aber ein Regentag wusste dies zu verhindern und vor Ablauf der Spielzeit konnte kein Ersatztermin mehr angesetzt werden. Somit wurde mit Spannung dem ersten Aufeinandertreffen in dieser Ligakonkurrenz entgegengefiebert.

Die Auswärtsreise in die Harzregion traten neben Stefan Höhn, Daniel Scheffer und Bastian Müller auch Matthias Allmich, der für André Friedrich ins 30er Team rochierte, an. Routinier Allmich war es auch, der schnell für klare Verhältnisse sorgte. Gewohnt abgeklärt spielte er seinen Stiefel runter und ging als Sieger von der Asche (6:2, 6:2 gegen Volker Kruppa). Scheffer war auch wieder in Bestform. Die Grundlinienduelle dominierte er gegen den Halberstädter Kapitän nach Belieben und steuerte den nächsten Siegpunkt bei (6:2, 6:1 gegen David Stein). Müller agierte in seinem Einzel clever und ließ keine Zweifel an seinen Siegesabsichten aufkommen. Gab er im ersten Durchgang nur ein Spiel ab, verteilte er im zweiten Gewinnsatz gar die Höchststrafe (6:1, 6:0 gegen Steffen Zumpe-Völkel). Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen hatte Höhn im Spitzeneinzel eine härtere Nuss zu knacken und musste über die volle Distanz gehen. Den ersten Durchgang musste Höhn noch im Tie Break zugunsten seinem sehr gut aufgelegten Herausforderer quittieren. Danach war es der Schifferstädter, der die Begegnung im Griff hatte und Satz zwei einfuhr. Im entscheidenden Champions Tie Break konnte sich Höhn beim 9:7 zwei Matchbälle heraus arbeiten, die er jedoch ungenutzt ließ. Stattdessen knickte Höhn beim 9:9 um und stürzte. Dies brachte ihn sprichwörtlich aus dem Tritt und die Nervenschlacht endete ungekrönt (6:7, 6:3, 9:11 gegen Marco Dropp).

Mit dem 3:1-Zwischenstand nach den Einzeln verschafften sich die Blau-Weißen eine sehr gute Ausgangsposition für den Gesamtsieg durch die ausstehenden Doppel. Denn in dieser Saison haben die Herren30 und 40 bislang alle ihre Doppelmatches gewinnen können. Aus dieser zurück erlangten Stärke sprudelte Zuversicht und mit den Paarungen Höhn/Allmich und Scheffer/Müller sollte die weiße Weste auch halten. Beide Doppel wurden in klaren 2-Satz-Matches gewonnen. Höhn konnte sich an der Seite von Allmich für seine Einzelniederlage deutlich im Spitzendoppel rehabilitieren und sogar im ersten Satz die Höchststrafe verteilen (6:0, 6:2 gegen Dropp/Zumpe-Völkel).

Im zweiten Doppel brachten die Halberstädter mit Carsten Knobbe an der Seite von Stein noch einen frischen Spieler auf die Asche. Aber Scheffer/Müller waren an diesem Tag unbezwingbar. Sie brillierten am Netz nach Belieben und holten den insgesamt fünften Roßlauer Siegpunkt an diesem Spieltag (6:1, 6:4 gegen Knobbe/Stein).

Dank der zwei Punktspielsiege stehen die Blau-Weißen auf Tabellenplatz zwei. Vor ihnen rangiert nur der bislang ebenfalls ungeschlagene   1. TC Magdeburg II. Allerdings waren die Landeshauptstädter dabei mit zweimal 6:0 noch erfolgreicher. Zum Duell der Staffelfavoriten kommt es am Sonntag, 11.7. um 9 Uhr auf heimischer Anlage am Streetzer Weg.

Für Roßlau spielte: Stefan Höhn, Daniel Scheffer, Matthias Allmich und Bastian Müller 

Sommer, Sonne, Heimsieg

Daniel Scheffer,   Andre` Friedrich,   Bastian Müller   und   Stefan Höhn

Herren 30 bezwingen Ebendorf 4:2 – Bei Hitzerekord gelingt die Revanche  

Roßlau/AFR. Endlich konnte die 30er Auswahl des TC Blau-Weiß Roßlau auch in den Punktspielbetrieb eingreifen. Wie in der letzten Saison wurde vom Tennisverband Sachsen-Anhalt die erste Begegnung gegen die Tennissportler der SG Eintracht Ebendorf angesetzt. In der Vorjahressaison brachte der Saisonauftakt gleich eine Schreckensnachricht mit sich. Daniel Scheffer verletzte sich auf den Kunststoffplätzen in Ebendorf in Führung liegend schwer und fehlte mit Achillessehnenriss die gesamte Saison verletzungsbedingt. Dieses Omen wollten die Schifferstädter vergessen machen, denn dieses Mal war das heimische Sandplatzareal am Streetzer Weg der Austragungsort und die rote Asche ist der Lieblingsbelag der Schifferstädter.  

Stefan Höhn, Daniel Scheffer, André Friedrich und Bastian Müller traten bei hochsommerlichen Temperaturen die Vorjahres-Revanche an. Höhn und Scheffer trafen in ihren Einzeln auch wieder auf ihre Vorjahresgegner. In beiden Duellen waren die Leistungsklassen der Spieler identisch, ein Ausgang daher schwer prognostizierbar.   Höhn spielte im Spitzeneinzel gegen den an diesem Tag sehr gut aufgelegten Gästekapitän Witter. Zu selten konnte Höhn seine individuelle Klasse zeigen und überzeugen. Auf seine Spielgestaltung fand der Ebendorfer oftmals eine noch bessere Antwort. Nach 1,5 Stunden Spielzeit hatte der Roßlauer das Nachsehen (2:6; 2:6 gegen Torsten Witter). Scheffer stand nach seiner monatelangen Zwangsauszeit erstmals wieder im Wettkampfbetrieb auf einem Court. Er startete sehr nervös gegen seinen Vorjahresrivalen Behrens und spielte mit angezogener Handbremse. Im ersten Satz lag er 0:3 und später 2:5 zurück. Im Hinterkopf hatte er sicher noch den Ausgang des letztjährigen Matches, als er beim Stand von 5:1 im Champions TieBreak durch seine Verletzung um den verdienten Sieg gebracht wurde. Nur langsam konnte sich Scheffer freispielen. Trendwende im Match war eine lange Rallye, die er beim Stand von 4:5 und 30:30 mit einem Rückhand-Winner für sich abschließen konnte. Diesen Rückenwind konnte er nutzen und den ersten Durchgang noch zu seinen Gunsten umbiegen. Von nun ab war es Scheffer, der das Match diktierte und vollkommen verdient nicht nur als mentaler Sieger von der Asche ging (7:5, 6:1 gegen René Behrens).  

Müller wollte das zwischenzeitliche 1:1 ausbauen. Seine zurecht gelegte Spielstrategie ging am Anfang nicht auf und sein Herausforderer ging 3:0 in Front. Diesen Rückstand konnte Müller im ersten Durchgang nicht mehr einfangen. Satz zwei war es ein anderes Bild. Müller nahm seinen Mut zusammen und gestaltete die Ballwechsel. Er wollte der Partie seinen Stempel aufdrücken. Aber der Ebendorfer Kontrahent zog mit seinem Aufschlagspiel nach und den Anwesenden wurde ein Match auf Augenhöhe dargeboten. Am Ende war es ein Break was Müller zum Satzausgleich fehlte und er seinem Gegenüber gratulieren musste (2:6, 5:7 gegen Patrick Leiß).   Alle Augenpaare richteten sich dann auf den Nebencourt, wo sich Friedrich mühte. Der Blau-Weiße hatte zu diesem Zeitpunkt den ersten Durchgang bereits erfolgreich abgehakt, aber im zweiten Gewinnsatz lief er einem Rückstand hinterher. Er hatte das Zepter aus der Hand gegeben und die Kontrolle der Ballwechsel seinem Gegner überlassen. Klar erkennbar war, dass Friedrich die Ballwechsel kurzhalten wollte, denn das Quecksilber hatte schon die 37er Marke erreicht und jeder zusätzliche Meter schmerzte. Seine Variation von Stops und Lobs konterte der Marathonläufer Spahn jedoch dank seiner entsprechenden Ausdauer. Er belohnte sich mit dem Satzausgleich und ging im folgenden Champions TieBreak auch mit 5:2 in Führung. Friedrich erinnerte sich an die Nervenschlacht aus der Vorwoche bei den Herren40 in Biederitz, als er einen 2:5-Rückstand im Champions TieBreak nicht mehr kippen konnte. Diesen Fluch wollte er brechen und zog zusätzliche Motivation hieraus und kam wieder heran. Beim Stand von 7:7 servierte Friedrich zum richtigen Zeitpunkt sein zweites Ass an diesem Tag und brachte in der Folge das Match nach 2,5 Stunden nach Hause (6:4, 2:6, 10:8 gegen Olaf Spahn).   Erwartet eng war der Zwischenstand nach den Einzeln. Mit 2:2, 4:5 und 33:41 lagen die Hausherren einen Gewinnsatz und 8 Spiele im Hintertreffen.

Verschiedene Doppelvarianten wurden ausgelotet. Mit den Paarungen Höhn/Scheffer und Friedrich/Müller ging man volles Risiko und wollte den Gesamtsieg erzielen. Die Ebendorfer stellten ihre erwarteten Paarungen Witter/Behrens und Spahn/Leiß im Spielberichtsbogen auf.   Sehr konzentriert und überlegt gingen die Elbestädter zur Sache. Ihr Risiko wurde belohnt und jeweils Zwei-Satz-Siege erreicht. Höhn/Scheffer dominierten im Spitzendoppel das Netzspiel und konnten ihre Reichweite ideal ausnutzen (6:4, 6:2 gegen Witter/Behrens) Friedrich/Müller konnten in ihrem Doppel eigene Aufschlagspiele durchbringen und in jedem Gewinnsatz die Ebendorfer zweimal breaken (6:2, 6:2 gegen Spahn/Leiß).   Am Ende können die Schifferstädter die Hitzeschlacht mit 4:2 siegreich gestalten.

Die Überzeugung der mentalen Stärke nehmen die Blau-Weißen bereits am kommenden Wochenende mit nach Halberstadt. Am Samstag, 26.6. trifft man auf die Rot-Weißen Harzer.


Jetzt geht’s looooooooos  !!! 

Matthias Allmich, Stefan Höhn, Marko Schneider und André Friedrich
 

Gelungener Saisonstart für die Herren 40 – 5:1 Auswärtssieg in Biederitz

 

Biederitz/AFR.

Am letzten Samstag, 12.6. startete endlich die Punktspielsaison für die Herren 40 des TC Blau-Weiß Roßlau. Eigentlich sah der Jahreskalender das Schlagen der ersten gelben Filzkugel unter Wettkampfbedingungen bereits Anfang Mai vor. Aber die Corona-Pandemie und die hierzu erlassenen Verordnungen ließen das Austragen von Punktspielen nicht zu. Umso erfreuter nahmen die Vereine die Nachricht des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt am 28.5. auf, dass es schon bereits 14 Tage später auf Punktejagd gehen sollte.

Mit dieser frohen Kunde begann auch zugleich das Organisieren der Austragungen, denn in dem neuen komprimierten Rahmenspielplan von nur 6 Wochen bis zum Beginn der Sommerferien sollen im Wesentlichen alle Spiele ausgetragen werden. Hierzu wurden auch verbandsseitig die Staffeleinteilungen nochmal überarbeitet und das Team der Herren 40 findet sich nunmehr in der Bereichsliga Staffel Magdeburg mit den Teams von TC Grün-Weiß Burg, TC Blau-Weiß Schönebeck 2, SG Eintracht Ebendorf und Biederitzer TC wieder.

Von den individuellen Spielstärken wird die Schifferstädter Auswahl neben der SG Eintracht Ebendorf zu den Favoriten um den Staffelsieg, der gleichbedeutend mit dem direkten Ticket zum Aufstieg in die Landesliga verbunden ist, gehandelt. 

 

Von dem Aufstieg in die höhere Spielklasse träumen die 40er schon seit zwei Jahren. In der Saison 2019 stolperte man im letzten Punktspiel als Tabellenführer über den Underdog und Tabellenletzten in Zörbig und das erzielte Unentschieden bedeutete „nur“ den Vizetitel. Die Saison 2020 geht als sogenannte Übergangssaison in die Geschichtsbücher ein, bei der kein Team aufgrund der pandemischen Umstände auf- bzw. absteigen sollte. Somit will man in der heurigen Saison den Traum im dritten Anlauf wahrmachen.

 

Ein wichtiger Grundstein sollte dabei im ersten Punktspiel gelegt werden. Es führte die Blau-Weißen erstmals in der Vereinshistorie auf die 5-Platz-Anlage des Biederitzer TC. Die Biederitzer haben sich neu um ihren Kapitän Matthias Neumann formiert, der bis zum Vorjahr noch für den 1. TC Magdeburg spielte.

Beim Eintreffen sorgte ein plötzlicher Starkregen für Sorgenfalten auf den Gesichtern der Verantwortlichen. Aber das Wetterradar signalisierte ein Ende des Wolkenbruchs zum eigentlichen Spielbeginn und da die Plätze die Wassermassen gut aufnahmen, konnte mit einer 30-minütigen Verzögerung gestartet werden.

 

Stefan Höhn, Matthias Allmich, André Friedrich und Marko Schneider zogen in einheitlichem Vereinsdress auf die rote Asche. Ein wenig nervös starteten die Matches auf allen Seiten, fehlte es doch an geeigneter Vorbereitung und Wettkampfpraxis. Durchgang eins konnten die Roßlauer auf ihren Courts jeweils für sich entscheiden.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit war es Schneider, der als erster auf die Siegerstraße einbog. Seinem klaren Grundlinientennis hatte der Biederitzer nichts entgegen zu setzen (6:0, 6:2 gegen Michael Schleußner).

Kurz darauf konnte auch Allmich nachziehen. Er kombinierte gekonnt mit Stopps und Lobs auf dem weichen Untergrund und brachte seinen Kontrahenten damit zur Verzweiflung (6:1, 6:4 gegen Erik Schlieb).

Höhn nutzte die gesamte Platzbreite gegen den Gästekapitän. Wie Allmich gab er nur insgesamt fünf Spiele ab und ging im Spitzeneinzel als Sieger vom Platz (6:2, 6:3 gegen Matthias Neumann).

 

Nach diesem 3:0-Zwischenstand lag es an Friedrich den vorzeitigen uneinholbaren Mannschaftserfolg perfekt zu machen. Danach sah es lange Zeit auch aus. Nach Satzgewinn gestaltete sich die Partie jedoch auf Augenhöhe und sein Gegner nutzte ein Break im zweiten Durchgang zum Satzausgleich. Der Champions-TieBreak musste den Sieger hervorbringen und in diesem gelang dem Biederitzer der bessere Start. Friedrich lag rasch 2:5 hinten, konnte aber vier Punkte in Serie erzielen und das Blatt zum zwischenzeitlichen 6:5 wenden. Aber der Hausherr steckte nicht auf und holte sich die beiden Re-Breaks zum 7:6. Er sicherte sich auch die Nervenschlacht und nach zwei Stunden Spielzeit blieb der Ehrenpunkt in Biederitz      

(6:2, 3:6; 7:10 gegen Sven Bramer).

 

Mit 3:1 nach den Einzeln hatten die Blau-Weißen dennoch alle taktischen Mittel in ihren Händen zur Nominierung der Doppelpaarungen. Schnell war klar, dass man die beiden Doppel gewinnen will und der eine Einzelausrutscher die Ausnahme an diesem Tage bleiben sollte. Mit Höhn/Allmich und Friedrich/Schneider war die Marschroute auch klar abgesteckt.

 

Die Biederitzer ersetzten den enttäuschten Schlieb und brachten mit Mittrenga an der Seite von Schleußner eine frische Kraft zum Einsatz. Friedrich/Schneider zeigten beide aber von Beginn an ihre Siegesabsichten auf und holten sich ohne Punktverlust den ersten Durchgang.  Eine kleine Hängephase erlaubten sich die Schifferstädter beim 0:3 bzw. 1:4 im zweiten Satz. Rückblickend auf den Einzelmatchausgang war Friedrich klar, dass er nicht wieder die Entscheidung im Champions TieBreak suchen, sondern dies vorher geklärt haben will. An der Seite von Schneider motivierten sich beide gegenseitig und schafften auch mit fünf Spielen in Folge die Kehrtwende zum Sieg (6:0, 6:4 gegen Schleußner/Mittrenga).

 

Im Spitzendoppel gingen Höhn/Allmich abgeklärt zur Sache. Sehr konzentriert und fokussiert zeigten sie begeisternde Ballwechsel. Beeindruckend war die so früh zu Saisonphase harmonische Abstimmung beider Akteure. Wie in ihren jeweiligen Einzeln gaben beide nur insgesamt fünf Spiele ab und brachten damit den fünften Siegpunkt nach Hause (6:2, 6:3 gegen Neumann/Bramer).  

 

Mit diesem 5:1 Endergebnis unterstreichen die Blau-Weißen ihre Ambitionen auf den Staffelsieg. Aber auch die Sportler aus Ebendorf blieben bei ihrem ersten Punktspiel in Burg schadlos und setzten mit einem 6:0 Auswärtserfolg ein großes Achtungszeichen.