24.Juli
            Jungseniorenturnier

Unser alljährliches Traningslager fand am letzten Samstag statt. Das Teilnehmerfeld war trotz vieler verschobener Termine und der Ferienzeit mit 12 aktiven Spielern gut besucht.  Der größte Gegner war an diesem Samstag aber das Wetter. Bei munteren 30° und voller Sonne, gab es bereits nach einigen Spielen Spuren der Erschöpfung. Tapfer hielten sich aber alle Spieler und absolvierten ihre gesetzten Spielpaarungen.

Mit einem neuen Spielmodus liefen die Gruppen in 2 Staffeln, die am Ende einen würdigen Sieger bei einem sehr aufregendem Spiel hatte. Thomas Klickermann konnte nach aufopferungsvollem EInsatz das Endspiel gegen Uwe Hoffmann im Tie Break für sich entscheiden. Die 2.Staffel gewann Dirk Herrmann. 

Bei einem geselligen Beisammensein wurde das eine oder andere Siegergetränk getrunken und mit frisch Gegrilltem und Salaten das leibliche Wohl wieder hergestellt. Ein langer schöner Tag wurde spät am Abend nach Sport, Spannung und Spaß verabschiedet.

 

Drehbuchreifer Punktspieltag 

Tennis - Herren 40 (Bereichsliga)

Herren 40 bezwingen im Spitzenspiel Ebendorf mit 4:2  

Roßlau/AFR. Augen reiben war am Samstag, 17.7. angesagt, als die Gäste der SG Eintracht Ebendorf die Tennisanlage am Streetzer Weg betraten. Nein, es handelte sich nicht um ein Déjà vu. Bereits vier Wochen zuvor standen sich das Roßlauer Team und die Sportler aus der Magdeburger Region schon einmal an selber Wirkungsstätte bei der Herren30-Konkurrenz gegenüber. Und nun traf man wieder in der Herren40-Liga aufeinander. Eigentlich hätte man den selben Spielberichtsbogen nochmal verwenden können, denn die Gäste reisten wieder mit identischer Besetzung an.

Bei den Blau-Weißen waren wie am 19.6. Stefan Höhn, André Friedrich und Bastian Müller wieder mit von der Partie. Matthias Allmich kam für Daniel Scheffer an dessen Position ins Schifferstädter Quartett und so gab es die Neuauflage von drei Einzeln.   Während sich in der Herren30-Konkurrenz ein glatter Durchmarsch des 1. TC Magdeburg II abzeichnet und sich die Teams aus Roßlau und Ebendorf dahinter einreihen, geht es bei den 40er zwischen Roßlau und Ebendorf um den Staffelsieg in der Bereichsliga. Diese gewisse Anspannung war auch die ganze Zeit bei den bislang verlustpunktfreien Teams spürbar.   Routinier Allmich, der als einziger Roßlauer seinen Ebendorfer Gegner noch nicht kannte, spielte gewohnt unbekümmert und schnörkellos. Von Anfang an behauptete er sich in seinem Match und ließ sich nicht die Butter vom Brot nehmen (6:3, 6:4 gegen René Behrens).   Müller hatte an diesem Tag viel vor. Lief er beim kürzlichen Aufeinandertreffen gegen Patrick Leiß noch einem Satzrückstand hinterher, so war es diesmal Müller, der von Anfang an hell wach war und Durchgang eins auf der Habenseite verbuchte. Im zweiten Gewinnsatz ließ er sich auf das Ebendorfer Spiel ein und ordnete seine Marschroute unter. Zu selten beendete er eine Rallye mit einem Winner und in der Folge kam es zum Satzausgleich. Im Champions Tie Break war es anfänglich wieder Müller der die Ballwechsel diktierte und 4:0 in Führung ging. Wenige Momente später war dieser Zwischenstand beim 4:4 egalisiert und die Partie kippte leider wieder (6:4, 2:6, 6:10 gegen Patrick Leiß). Der gewonnene Satz sollte aber noch Richtungsweisend für den weiteren Punktspieltag werden.  

Höhn traf im Spitzeneinzel auf den Gästekapitän Witter. Deren bisheriger Head-to-Head-Vergleich stand vor Beginn der Partie mit 2:0 zu Gunsten des Ebendorfers. Höhn wollte im dritten Anlauf endlich den Bann brechen. Zu verkrampft startete jedoch Höhn und lief gleich beim 0:2 im ersten Satz einem Break hinterher, das er nicht mehr zurückholen konnte. Der Start des zweiten Durchgangs war auch sehr holprig für Höhn und auf der Anzeigetafel leuchtete ein 0:3, aus diesem in der Folge ein 2:5 wurde. Wer nun den Roßlauer Vereinsbesten abschreiben wollte, hatte aber die Rechnung ohne Höhn gemacht. Höhn stellte seine Strategie um und traute sich immer öfter ans Netz, wo er punktete. Mit der Abwehr eines gegnerischen Matchballs startete dank seiner offensiveren Spielweise seine Matchphase bis zum 4:5. Sogar Spielbälle zum 5:5 erarbeitete sich der Blau-Weiße, die er ungenutzt ließ und sich um die Belohnung seiner Aufholjagd brachte (3:6, 4:6 gegen Torsten Witter).       

Roßlaus Mannschaftsführer Friedrich traf in seinem Einzel wieder auf Olaf Spahn. Nachdem Friedrich das Hitzeduell vor vier Wochen im dritten Durchgang denkbar knapp mit 10:8 gewinnen konnte, wollte es diesmal sein Ebendorfer Herausforderer besser machen und startete gleich mit einem Ass in die Partie und erwischte bis zum 2:0 auch den besseren Start. Friedrich schüttelte sich ab und besann sich seines Matchplanes, immerhin kannte er aus der Erstbegegnung die Schwachstelle im gegnerischen Spiel. Immer wieder spielte er seinen rechtshändrigen Kontrahenten in dessen Rückhandseite fest, öffnete dadurch das Spielfeld und beendete die Rallye mit einem Longline Rückhand-Winner. Der erste Gewinnsatz ging nach dem 0:2 ohne weiteren Punktverlust auf das Roßlauer Konto. Im zweiten Satz war es bis zum 3:3 ein wieder ausgeglichenes Match ehe Friedrich das berühmte siebte Spiel durch ein Break gewinnen konnte. Nun war er endgültig in Spahns Kopf und brachte das Match nach Hause (6:2, 6:3 gegen Olaf Spahn).  

Wie beim Aufeinandertreffen bei den 30ern stand es nach den Einzelwettbewerben 2:2. Und nun erwies sich der von Müller gewonnene Einzelsatz als Vorteil bei den strategischen Doppel-Aufstellungen. Denn den Blau-Weißen reichte der Sieg eines der beiden ausstehenden Doppelpaarungen. Die unter Zugzwang stehenden Ebendorfer mussten beide Doppel gewinnen, da bei Gleichstand der gewonnenen Matches in der Endabrechnung der Satzvorsprung zum Gesamtsieg reichen würde. Somit trennten die Platzgäste ihr eingespieltes Top-Doppel Witter/Behrens auf und stellten im Spitzendoppel Leiß an die Seite von Witter und in der weiteren Paarung Spahn  neben Behrens auf. Die Schifferstädter hatten darauf spekuliert und Höhn/Allmich und Friedrich/Müller nominiert.   Der Punktspielkrimi nahm seinen Lauf. Von Taktik geprägte Ballwechsel konnten beobachtet werden, bei denen immer wieder die Crossduelle die Entscheidung brachten. Nach knapp einer Stunde bejubelten die Hausherren die jeweilige Satzführung. Beim stand von 6:5 breakten Höhn/Allmich ihre Gegner und holten sich die halbe Miete. Friedrich/Müller gingen schon mit einem Break Vorsprung beim 5:3 in den eigenen Service. Friedrich servierte mit einem Ass zum 40:0 und drei Satzbälle standen zu Buche, von den Müller mit einer überzeugenden Netzaktion den letzten zum Satzgewinn nutzen konnte. Diese Zwischenführungen mussten die Blau-Weißen noch nach Hause bringen. Aber die Ebendorfer hielten weiterhin gegen, da diese wieder wie in 2019 in die höhere Landesliga zurückkehren wollten und dazu den Gesamtsieg brauchten. Wenn jedoch eins den Schifferstädtern in dieser Saison bislang einwandfrei gelingt, dann ist es das Doppelspiel. Und so bleibt auch an diesem Tag die weiße Doppelweste an. Beide Paarungen holten sich ein entscheidendes Break im zweiten Durchgang und so endete nach 2 Stunden Spielzeit die Nervenschlacht von Höhn/Allmich (7:5, 6:3 gegen Witter/Leiß) und Friedrich/Müller (6:3, 6:3 gegen Behrens/Spahn).   Mit dem 4:2 gelingt den Blau-Weißen ein großer Meilenstein im Kampf um den Staffelsieg. Den in der Vereinsgeschichte erstmaligen Aufstieg in die Landesliga der Herren40 können die Elbestädter am letzten Spieltag am Samstag, 31.7. um 10 Uhr gegen den TC GW Burg perfekt machen. Auf heimischer Anlage gilt es für die Roßlauer ihre Saisonleistung zu krönen und den Deckel drauf zu machen.    

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Matthias Allmich, André Friedrich und Bastian Müller

Doppelbelastung am Wochenende mit Ostligaluft 

Tennis – Herren 30 (Landesliga)/Herren 40 (Bereichsliga)

Herren40 punkten 6:0 auswärts in Schönebeck – Herren30 unterliegen Magdeburg  

Schönebeck/Roßlau/AFR. Am Wochenende 10. und 11. Juni stand für die Spieler der Herren30/40-Auswahl ein tennisreiches Programm an. Samstag führte es die 40er-Runde zur zweiten Garde des TC Blau-Weiß Schönebeck, am Sonntag empfing man in der 30er-Konkurrenz auf heimischer Anlage das zweite Team vom 1. TC Magdeburg.

In beiden Altersklassen traten die Schifferstädter bislang ungeschlagen an, aber wie unterschiedlich die Spielstärke, der bei den Gegnern jeweils neu gemeldeten zweiten Reihen sein kann wurde deutlich.  

Herren40 (Bereichsliga) Wie im Vorjahr durften die Elbestädter gegen ihre Blau-Weißen Namensvetter in Schönebeck antreten. Die dortige Anlage erwies sich nach deren Umbau in neuem Glanz und gutes Pflaster für die Roßlauer. In der Besetzung Stefan Höhn, Matthias Allmich, Marko Schneider und Bastian Müller wurde ein unangefochtener 6:0-Gesamtsieg eingefahren. Alle Roßlauer Akteure überzeugten in ihren Matches und erzielten zwei klare Gewinnsätze, mit jeweils maximal zwei abgegebenen Spielen. Höhn besiegte im Spitzeneinzel den Schönebecker Kapitän (6:1, 6:2 gegen Thomas Hanemann). Schneider wiederholte selbiges Ergebnis und trug sich in der Siegerliste ein (6:1, 6:2 gegen Jens Schönherr). Allmich beherrschte seinen Kontrahenten (6:2, 6:2 gegen Matthias Schubert) und Müller spiegelte ebenso das Ergebnis auf seinem Court (6:2, 6:2 gegen Alexander Braumann). Nach dem 4:0-Zwischenstand waren die Doppel nur noch Formsache. Höhn/Allmich (6:0, 6:1 gegen Hanemann/Schönherr) und Schneider/Müller (6:0, 6:2 gegen Schubert/Braumann) verteilten im jeweils ersten Satz auch die Höchststrafe und steuerten danach ihre Matches nach Hause.   Mit insgesamt nur 17 den Platzherren gelassenen Spielen senden die Schifferstädter ein deutliches Achtungszeichen an die Ligakonkurrenz und toppen ihren Auftaktsieg von 5:1 gegen den Biederitzer TC. Neben den Roßlauern ist mit der SG Eintracht Ebendorf nur noch ein weiteres Team verlustpunktfrei. Auf die Ebendorfer Sportler trifft man am Samstag, 17.7. um 10 Uhr auf heimischen Courts. Der Sieger dieser Punktspielpartie macht einen großen Schritt in Richtung Staffelerfolg. In der 30er-Konkurrenz standen sich beide Vereine heuer bereits gegenüber und die Blau-Weißen konnten mit 4:2 den Gesamtsieg behaupten.  

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Matthias Allmich, Marko Schneider und Bastian Müller  

 

Herren30 (Landesliga) Emotional aufgeladen von dem souveränen Vortagessieg hingen die Trauben am Sonntag gegen die Landeshauptstädter etwas höher. Um genau zu sein lagen eigentlich zwei Ligen zwischen den anreisenden Gästen und der Blau-Weißen Equipe. Im Vorjahr standen einige gegnerische Spieler noch in den Diensten des TC Wernigerode in der Ostliga. Nachdem der Harzer Club in dieser Saison in der Bundesliga aufschlägt und sich das Spielniveau nochmal verstärkte, suchten sich die Mannen mit der Gründung einer zweiten Mannschaft beim 1. TC Magdeburg eine neue Heimat. Somit wehte Ostligaluft über die 4-Platz-Anlage im nördlichen Roßlauer Stadtteil.   Beide Mannschaften gaben sich in ihren bisherigen beiden Punktspielen keine Blöße und standen verlustpunktfrei an der Spitze der Landesliga Staffel Nord.   Neben den bereits am Vortag in Schönebeck spielenden Stefan Höhn, Matthias Allmich und Marko Schneider komplettierte Daniel Scheffer das Blau-Weiße Quartett. Der 38-jährige Scheffer, der auf seine Spielberechtigung bei den Herren40 noch warten muss und somit nicht zwei Matches in den Knochen hatte, begeisterte durch seine unbekümmerte Spielweise. Gegen den 8 Leistungsklassen besser rangierenden Brauns bestimmte Scheffer den ersten Satz und holte sich diesen verdient im Tie Break. Dies ließ Brauns nicht auf sich sitzen und konterte mit dem Satzausgleich. Die Entscheidung musste der Champions Tie Break bringen. Die überragende Nervenschlacht spitzte sich zu und nur wenige Nuancen trennte beide Spieler auf der Asche. Am Ende blieb Scheffers aufopferungsvoller Kampf undankbar knapp unbelohnt (7:6, 0:6, 8:10 gegen Sören Brauns). Scheffer: „Die Niederlage ist zwar bitter, aber das Wissen auf Augenhöhe mithalten zu können, fühlt sich gut an. Und das nicht mal ein Jahr nach der Verletzung an meiner Achillessehne.“   Höhn (0:6, 0:6 gegen Daniel Mlynek), Allmich (1:6, 1:6 gegen Fabio Antemann) und Schneider (1:6, 0:6 gegen Kai Maienschein) standen von Beginn an unter Druck. David gegen Goliath umschreibt am besten die Situation mit den zwischen 8 und 10 Leistungsklassen besser postierten Kontrahenten. Mutig stemmten sich die Schifferstädter in ihren Partien, aber ohne Erfolg.   War es am Vortag ein 4:0 nach den Einzeln, stand nun ein 0:4 zu Buche. Bei den anschließenden Doppeln konzentrierten sich die Blau-Weißen auf die Ergebniskosmetik. Neben der bereits mehrfach in dieser Saison agierenden Paarung Höhn/Allmich sollten  Scheffer/Schneider Punkte einfahren.   Scheffer/Schneider kamen nach anfänglichem Satzverlust immer besser in die Partie. Im zweiten Durchgang angekommen, hatten sie ihre Durchschlagskraft erreicht und konnten das Match offener gestalten. Auf ein Break schafften die Roßlauer jedoch nicht das Re-Break und die Platzgäste siegten (1:6, 3:6 gegen Brauns/Antemann). Im Spitzendoppel war alles vorbei ehe es eigentlich angefangen hatte. Magdeburgs Nummer eins Mlynek verletzte sich im ersten Returnspiel schwer und musste mit einer Fleischwunde am Schienbein aufgeben. Höhn: „Zu allererst hoffe ich, dass Daniel schnell wieder gesund wird und die Saison für ihn nicht auf unseren Plätzen endet. Schade, dass wir unser Spielniveau nicht im Doppel gegen die favorisierten Magdeburger unter Wettkampfbedingungen testen konnten.“   Mit dem schmeichelhaften Doppelpunkt endet der Kampf um die Landesligakrone zugunsten der Magdeburger, die sie sich endgültig am 31.7. beim letzten Punktspiel in Ebendorf aufsetzen können. Die Roßlauer bleiben weiterhin auf Tabellenplatz zwei und sind nun punktgleich mit dem TC GW Aschersleben. Den Vizetitel wollen die Schifferstädter im ausstehenden Punktspiel am 24.7. in Aschersleben eintüten.  

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Daniel Scheffer, Matthias Allmich und Marko Schneider

Weiter auf Erfolgskurs

30er siegen auch auf fremder Asche – 5:1 Auswärtserfolg in Halberstadt  

Halberstadt/AFR.   Nach dem gelungen Saisonauftakt aus dem 4:2-Heimerfolg gegen die SG Eintracht Ebendorf aus der Vorwoche wollten die Blau-Weißen Herren30 am Samstag, 26.6. bei TC RW Halberstadt nachlegen. Gegen die Halberstädter Auswahl sollten die Schifferstädter Jungsenioren erstmals in der Vorjahressaison aufschlagen. Aber ein Regentag wusste dies zu verhindern und vor Ablauf der Spielzeit konnte kein Ersatztermin mehr angesetzt werden. Somit wurde mit Spannung dem ersten Aufeinandertreffen in dieser Ligakonkurrenz entgegengefiebert.

Die Auswärtsreise in die Harzregion traten neben Stefan Höhn, Daniel Scheffer und Bastian Müller auch Matthias Allmich, der für André Friedrich ins 30er Team rochierte, an. Routinier Allmich war es auch, der schnell für klare Verhältnisse sorgte. Gewohnt abgeklärt spielte er seinen Stiefel runter und ging als Sieger von der Asche (6:2, 6:2 gegen Volker Kruppa). Scheffer war auch wieder in Bestform. Die Grundlinienduelle dominierte er gegen den Halberstädter Kapitän nach Belieben und steuerte den nächsten Siegpunkt bei (6:2, 6:1 gegen David Stein). Müller agierte in seinem Einzel clever und ließ keine Zweifel an seinen Siegesabsichten aufkommen. Gab er im ersten Durchgang nur ein Spiel ab, verteilte er im zweiten Gewinnsatz gar die Höchststrafe (6:1, 6:0 gegen Steffen Zumpe-Völkel). Im Gegensatz zu seinen Teamkollegen hatte Höhn im Spitzeneinzel eine härtere Nuss zu knacken und musste über die volle Distanz gehen. Den ersten Durchgang musste Höhn noch im Tie Break zugunsten seinem sehr gut aufgelegten Herausforderer quittieren. Danach war es der Schifferstädter, der die Begegnung im Griff hatte und Satz zwei einfuhr. Im entscheidenden Champions Tie Break konnte sich Höhn beim 9:7 zwei Matchbälle heraus arbeiten, die er jedoch ungenutzt ließ. Stattdessen knickte Höhn beim 9:9 um und stürzte. Dies brachte ihn sprichwörtlich aus dem Tritt und die Nervenschlacht endete ungekrönt (6:7, 6:3, 9:11 gegen Marco Dropp).

Mit dem 3:1-Zwischenstand nach den Einzeln verschafften sich die Blau-Weißen eine sehr gute Ausgangsposition für den Gesamtsieg durch die ausstehenden Doppel. Denn in dieser Saison haben die Herren30 und 40 bislang alle ihre Doppelmatches gewinnen können. Aus dieser zurück erlangten Stärke sprudelte Zuversicht und mit den Paarungen Höhn/Allmich und Scheffer/Müller sollte die weiße Weste auch halten. Beide Doppel wurden in klaren 2-Satz-Matches gewonnen. Höhn konnte sich an der Seite von Allmich für seine Einzelniederlage deutlich im Spitzendoppel rehabilitieren und sogar im ersten Satz die Höchststrafe verteilen (6:0, 6:2 gegen Dropp/Zumpe-Völkel).

Im zweiten Doppel brachten die Halberstädter mit Carsten Knobbe an der Seite von Stein noch einen frischen Spieler auf die Asche. Aber Scheffer/Müller waren an diesem Tag unbezwingbar. Sie brillierten am Netz nach Belieben und holten den insgesamt fünften Roßlauer Siegpunkt an diesem Spieltag (6:1, 6:4 gegen Knobbe/Stein).

Dank der zwei Punktspielsiege stehen die Blau-Weißen auf Tabellenplatz zwei. Vor ihnen rangiert nur der bislang ebenfalls ungeschlagene   1. TC Magdeburg II. Allerdings waren die Landeshauptstädter dabei mit zweimal 6:0 noch erfolgreicher. Zum Duell der Staffelfavoriten kommt es am Sonntag, 11.7. um 9 Uhr auf heimischer Anlage am Streetzer Weg.

Für Roßlau spielte: Stefan Höhn, Daniel Scheffer, Matthias Allmich und Bastian Müller 

Sommer, Sonne, Heimsieg

Daniel Scheffer,   Andre` Friedrich,   Bastian Müller   und   Stefan Höhn

Herren 30 bezwingen Ebendorf 4:2 – Bei Hitzerekord gelingt die Revanche  

Roßlau/AFR. Endlich konnte die 30er Auswahl des TC Blau-Weiß Roßlau auch in den Punktspielbetrieb eingreifen. Wie in der letzten Saison wurde vom Tennisverband Sachsen-Anhalt die erste Begegnung gegen die Tennissportler der SG Eintracht Ebendorf angesetzt. In der Vorjahressaison brachte der Saisonauftakt gleich eine Schreckensnachricht mit sich. Daniel Scheffer verletzte sich auf den Kunststoffplätzen in Ebendorf in Führung liegend schwer und fehlte mit Achillessehnenriss die gesamte Saison verletzungsbedingt. Dieses Omen wollten die Schifferstädter vergessen machen, denn dieses Mal war das heimische Sandplatzareal am Streetzer Weg der Austragungsort und die rote Asche ist der Lieblingsbelag der Schifferstädter.  

Stefan Höhn, Daniel Scheffer, André Friedrich und Bastian Müller traten bei hochsommerlichen Temperaturen die Vorjahres-Revanche an. Höhn und Scheffer trafen in ihren Einzeln auch wieder auf ihre Vorjahresgegner. In beiden Duellen waren die Leistungsklassen der Spieler identisch, ein Ausgang daher schwer prognostizierbar.   Höhn spielte im Spitzeneinzel gegen den an diesem Tag sehr gut aufgelegten Gästekapitän Witter. Zu selten konnte Höhn seine individuelle Klasse zeigen und überzeugen. Auf seine Spielgestaltung fand der Ebendorfer oftmals eine noch bessere Antwort. Nach 1,5 Stunden Spielzeit hatte der Roßlauer das Nachsehen (2:6; 2:6 gegen Torsten Witter). Scheffer stand nach seiner monatelangen Zwangsauszeit erstmals wieder im Wettkampfbetrieb auf einem Court. Er startete sehr nervös gegen seinen Vorjahresrivalen Behrens und spielte mit angezogener Handbremse. Im ersten Satz lag er 0:3 und später 2:5 zurück. Im Hinterkopf hatte er sicher noch den Ausgang des letztjährigen Matches, als er beim Stand von 5:1 im Champions TieBreak durch seine Verletzung um den verdienten Sieg gebracht wurde. Nur langsam konnte sich Scheffer freispielen. Trendwende im Match war eine lange Rallye, die er beim Stand von 4:5 und 30:30 mit einem Rückhand-Winner für sich abschließen konnte. Diesen Rückenwind konnte er nutzen und den ersten Durchgang noch zu seinen Gunsten umbiegen. Von nun ab war es Scheffer, der das Match diktierte und vollkommen verdient nicht nur als mentaler Sieger von der Asche ging (7:5, 6:1 gegen René Behrens).  

Müller wollte das zwischenzeitliche 1:1 ausbauen. Seine zurecht gelegte Spielstrategie ging am Anfang nicht auf und sein Herausforderer ging 3:0 in Front. Diesen Rückstand konnte Müller im ersten Durchgang nicht mehr einfangen. Satz zwei war es ein anderes Bild. Müller nahm seinen Mut zusammen und gestaltete die Ballwechsel. Er wollte der Partie seinen Stempel aufdrücken. Aber der Ebendorfer Kontrahent zog mit seinem Aufschlagspiel nach und den Anwesenden wurde ein Match auf Augenhöhe dargeboten. Am Ende war es ein Break was Müller zum Satzausgleich fehlte und er seinem Gegenüber gratulieren musste (2:6, 5:7 gegen Patrick Leiß).   Alle Augenpaare richteten sich dann auf den Nebencourt, wo sich Friedrich mühte. Der Blau-Weiße hatte zu diesem Zeitpunkt den ersten Durchgang bereits erfolgreich abgehakt, aber im zweiten Gewinnsatz lief er einem Rückstand hinterher. Er hatte das Zepter aus der Hand gegeben und die Kontrolle der Ballwechsel seinem Gegner überlassen. Klar erkennbar war, dass Friedrich die Ballwechsel kurzhalten wollte, denn das Quecksilber hatte schon die 37er Marke erreicht und jeder zusätzliche Meter schmerzte. Seine Variation von Stops und Lobs konterte der Marathonläufer Spahn jedoch dank seiner entsprechenden Ausdauer. Er belohnte sich mit dem Satzausgleich und ging im folgenden Champions TieBreak auch mit 5:2 in Führung. Friedrich erinnerte sich an die Nervenschlacht aus der Vorwoche bei den Herren40 in Biederitz, als er einen 2:5-Rückstand im Champions TieBreak nicht mehr kippen konnte. Diesen Fluch wollte er brechen und zog zusätzliche Motivation hieraus und kam wieder heran. Beim Stand von 7:7 servierte Friedrich zum richtigen Zeitpunkt sein zweites Ass an diesem Tag und brachte in der Folge das Match nach 2,5 Stunden nach Hause (6:4, 2:6, 10:8 gegen Olaf Spahn).   Erwartet eng war der Zwischenstand nach den Einzeln. Mit 2:2, 4:5 und 33:41 lagen die Hausherren einen Gewinnsatz und 8 Spiele im Hintertreffen.

Verschiedene Doppelvarianten wurden ausgelotet. Mit den Paarungen Höhn/Scheffer und Friedrich/Müller ging man volles Risiko und wollte den Gesamtsieg erzielen. Die Ebendorfer stellten ihre erwarteten Paarungen Witter/Behrens und Spahn/Leiß im Spielberichtsbogen auf.   Sehr konzentriert und überlegt gingen die Elbestädter zur Sache. Ihr Risiko wurde belohnt und jeweils Zwei-Satz-Siege erreicht. Höhn/Scheffer dominierten im Spitzendoppel das Netzspiel und konnten ihre Reichweite ideal ausnutzen (6:4, 6:2 gegen Witter/Behrens) Friedrich/Müller konnten in ihrem Doppel eigene Aufschlagspiele durchbringen und in jedem Gewinnsatz die Ebendorfer zweimal breaken (6:2, 6:2 gegen Spahn/Leiß).   Am Ende können die Schifferstädter die Hitzeschlacht mit 4:2 siegreich gestalten.

Die Überzeugung der mentalen Stärke nehmen die Blau-Weißen bereits am kommenden Wochenende mit nach Halberstadt. Am Samstag, 26.6. trifft man auf die Rot-Weißen Harzer.


Jetzt geht’s looooooooos  !!! 

Matthias Allmich, Stefan Höhn, Marko Schneider und André Friedrich
 

Gelungener Saisonstart für die Herren 40 – 5:1 Auswärtssieg in Biederitz

 

Biederitz/AFR.

Am letzten Samstag, 12.6. startete endlich die Punktspielsaison für die Herren 40 des TC Blau-Weiß Roßlau. Eigentlich sah der Jahreskalender das Schlagen der ersten gelben Filzkugel unter Wettkampfbedingungen bereits Anfang Mai vor. Aber die Corona-Pandemie und die hierzu erlassenen Verordnungen ließen das Austragen von Punktspielen nicht zu. Umso erfreuter nahmen die Vereine die Nachricht des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt am 28.5. auf, dass es schon bereits 14 Tage später auf Punktejagd gehen sollte.

Mit dieser frohen Kunde begann auch zugleich das Organisieren der Austragungen, denn in dem neuen komprimierten Rahmenspielplan von nur 6 Wochen bis zum Beginn der Sommerferien sollen im Wesentlichen alle Spiele ausgetragen werden. Hierzu wurden auch verbandsseitig die Staffeleinteilungen nochmal überarbeitet und das Team der Herren 40 findet sich nunmehr in der Bereichsliga Staffel Magdeburg mit den Teams von TC Grün-Weiß Burg, TC Blau-Weiß Schönebeck 2, SG Eintracht Ebendorf und Biederitzer TC wieder.

Von den individuellen Spielstärken wird die Schifferstädter Auswahl neben der SG Eintracht Ebendorf zu den Favoriten um den Staffelsieg, der gleichbedeutend mit dem direkten Ticket zum Aufstieg in die Landesliga verbunden ist, gehandelt. 

 

Von dem Aufstieg in die höhere Spielklasse träumen die 40er schon seit zwei Jahren. In der Saison 2019 stolperte man im letzten Punktspiel als Tabellenführer über den Underdog und Tabellenletzten in Zörbig und das erzielte Unentschieden bedeutete „nur“ den Vizetitel. Die Saison 2020 geht als sogenannte Übergangssaison in die Geschichtsbücher ein, bei der kein Team aufgrund der pandemischen Umstände auf- bzw. absteigen sollte. Somit will man in der heurigen Saison den Traum im dritten Anlauf wahrmachen.

 

Ein wichtiger Grundstein sollte dabei im ersten Punktspiel gelegt werden. Es führte die Blau-Weißen erstmals in der Vereinshistorie auf die 5-Platz-Anlage des Biederitzer TC. Die Biederitzer haben sich neu um ihren Kapitän Matthias Neumann formiert, der bis zum Vorjahr noch für den 1. TC Magdeburg spielte.

Beim Eintreffen sorgte ein plötzlicher Starkregen für Sorgenfalten auf den Gesichtern der Verantwortlichen. Aber das Wetterradar signalisierte ein Ende des Wolkenbruchs zum eigentlichen Spielbeginn und da die Plätze die Wassermassen gut aufnahmen, konnte mit einer 30-minütigen Verzögerung gestartet werden.

 

Stefan Höhn, Matthias Allmich, André Friedrich und Marko Schneider zogen in einheitlichem Vereinsdress auf die rote Asche. Ein wenig nervös starteten die Matches auf allen Seiten, fehlte es doch an geeigneter Vorbereitung und Wettkampfpraxis. Durchgang eins konnten die Roßlauer auf ihren Courts jeweils für sich entscheiden.

Nach knapp einer Stunde Spielzeit war es Schneider, der als erster auf die Siegerstraße einbog. Seinem klaren Grundlinientennis hatte der Biederitzer nichts entgegen zu setzen (6:0, 6:2 gegen Michael Schleußner).

Kurz darauf konnte auch Allmich nachziehen. Er kombinierte gekonnt mit Stopps und Lobs auf dem weichen Untergrund und brachte seinen Kontrahenten damit zur Verzweiflung (6:1, 6:4 gegen Erik Schlieb).

Höhn nutzte die gesamte Platzbreite gegen den Gästekapitän. Wie Allmich gab er nur insgesamt fünf Spiele ab und ging im Spitzeneinzel als Sieger vom Platz (6:2, 6:3 gegen Matthias Neumann).

 

Nach diesem 3:0-Zwischenstand lag es an Friedrich den vorzeitigen uneinholbaren Mannschaftserfolg perfekt zu machen. Danach sah es lange Zeit auch aus. Nach Satzgewinn gestaltete sich die Partie jedoch auf Augenhöhe und sein Gegner nutzte ein Break im zweiten Durchgang zum Satzausgleich. Der Champions-TieBreak musste den Sieger hervorbringen und in diesem gelang dem Biederitzer der bessere Start. Friedrich lag rasch 2:5 hinten, konnte aber vier Punkte in Serie erzielen und das Blatt zum zwischenzeitlichen 6:5 wenden. Aber der Hausherr steckte nicht auf und holte sich die beiden Re-Breaks zum 7:6. Er sicherte sich auch die Nervenschlacht und nach zwei Stunden Spielzeit blieb der Ehrenpunkt in Biederitz      

(6:2, 3:6; 7:10 gegen Sven Bramer).

 

Mit 3:1 nach den Einzeln hatten die Blau-Weißen dennoch alle taktischen Mittel in ihren Händen zur Nominierung der Doppelpaarungen. Schnell war klar, dass man die beiden Doppel gewinnen will und der eine Einzelausrutscher die Ausnahme an diesem Tage bleiben sollte. Mit Höhn/Allmich und Friedrich/Schneider war die Marschroute auch klar abgesteckt.

 

Die Biederitzer ersetzten den enttäuschten Schlieb und brachten mit Mittrenga an der Seite von Schleußner eine frische Kraft zum Einsatz. Friedrich/Schneider zeigten beide aber von Beginn an ihre Siegesabsichten auf und holten sich ohne Punktverlust den ersten Durchgang.  Eine kleine Hängephase erlaubten sich die Schifferstädter beim 0:3 bzw. 1:4 im zweiten Satz. Rückblickend auf den Einzelmatchausgang war Friedrich klar, dass er nicht wieder die Entscheidung im Champions TieBreak suchen, sondern dies vorher geklärt haben will. An der Seite von Schneider motivierten sich beide gegenseitig und schafften auch mit fünf Spielen in Folge die Kehrtwende zum Sieg (6:0, 6:4 gegen Schleußner/Mittrenga).

 

Im Spitzendoppel gingen Höhn/Allmich abgeklärt zur Sache. Sehr konzentriert und fokussiert zeigten sie begeisternde Ballwechsel. Beeindruckend war die so früh zu Saisonphase harmonische Abstimmung beider Akteure. Wie in ihren jeweiligen Einzeln gaben beide nur insgesamt fünf Spiele ab und brachten damit den fünften Siegpunkt nach Hause (6:2, 6:3 gegen Neumann/Bramer).  

 

Mit diesem 5:1 Endergebnis unterstreichen die Blau-Weißen ihre Ambitionen auf den Staffelsieg. Aber auch die Sportler aus Ebendorf blieben bei ihrem ersten Punktspiel in Burg schadlos und setzten mit einem 6:0 Auswärtserfolg ein großes Achtungszeichen.