Alle Jahre wieder

 

M Allmich

Tennis – Herren 30 (Landesliga)

Alle Jahre wieder

3:3 Unentschieden gegen TC Jessen

Jessen/AFR. Der Kampf um den Vizeplatz in der Landesliga der Herren30 wurde am 23.6. eröffnet. Nachdem die Rot-Weißen Dessauer vom obersten Tabellenrang nicht mehr zu verdrängen sind und sie schon vorzeitig als Aufsteiger in die Landesoberliga feststehen, versprechen sich alle verbleibenden Teams (Jessen, Roßlau, Tangerhütte, Drosa) realistische Chancen, um auf das silberne Podest klettern zu können. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die bestmögliche Mannschaftsaufstellung. Während die Roßlauer Mannen im ersten Punktspiel auf ebenbürtige Tangerhütter Sportler trafen und man sich 3:3 trennte, konnten die Jessener Tennisfreunde seinerzeit den Vorteil von nur zu dritt anreisenden Drosaern zum 4:2 Sieg bei ihrem Saisonauftakt nutzen. Danach verloren beide Teams mit 0:6 deutlich gegen die Muldestädter Rot-Weißen.

Zum dritten Heimspiel in der laufenden Saison empfingen die Jessener somit als bislang zweitplatzierte die Blau-Weißen Schifferstädter. Wie im Vorjahr war der 23.6. wieder der Austragungstag. Das sollte jedoch nicht die einzige Parallele an diesem Tag bleiben. 

Zum alljährlichen Kräftemessen boten die Jessener ihren leistungsstärksten Kader auf. Mit Thomas Schmidt, Maik Fischer, Michael Thieme und Sönke Krug war es dieselbe Besetzung wie in 2018. Aber auch die nominelle Auflistung der Elbestädter brauchte sich mit Daniel Scheffer, Matthias Allmich, Stefan Höhn, André Friedrich und Bastian Müller nicht zu verstecken. Aus dem Vorjahreskader standen mit Scheffer, Allmich und Höhn drei Leistungsträger bereit, die ein damaliges 3:3 auf heimischer Asche einfuhren. 

Zur Neuauflage der Vorjahreseinzel kam es in den Matchen von Scheffer (gegen Schmidt), Allmich (gegen Fischer) und Höhn (gegen Thieme). Der im Vorjahr fehlende Kapitän Friedrich komplettierte die Einzelaufstellungen. 

Höhn agierte von Beginn an überlegt und abgeklärt. Er ließ keinen Zweifel an seinem Sieg aufkommen und brauchte für seinen Auftritt nicht mal eine Stunde (6:1, 6:3 gegen Michael Thieme). Friedrich traf in seinem Duell auf den Jessener Krug. Von der Papierform her war der Blau-Weiße der klare Favorit. Er brauchte jedoch eine Weile, um dieser Rolle auch auf dem Platz gerecht zu werden. Anfänglich haderte er noch mit den böigen Winden, die seine eingestreuten Slice-Bälle allesamt ins Aus beförderten und ihn in 2:4 Rückstand brachten. Nachdem er wieder Vertrauen in seinen Aufschlag fand und vermehrt Topspin-Schläge platzieren konnte, lag er mit 5:4 in Front. Der Jessener musste bei eigenem Service gleichziehen, um den Satzverlust zu verhindern. Friedrich konnte zwei Spielbälle abwehren und selbst zum Satzgewinn breaken. Eine spielentscheidende Phase, denn nun war der Schifferstädter im Vormarsch und baute bis zum 4:0 im zweiten Durchgang durch insgesamt acht Spiele in Folge seine Führung gegen den Linkshänder aus. Ein Vorsprung den er bis zum Matchende verteidigte (6:4, 6:3 gegen Sönke Krug).

Allmich musste in seiner Begegnung die volle Distanz bestreiten. Nach Satzgewinn konnte sein Gegenüber im Durchgang zwei ausgleichen. Den Zuschauern wurde eine sprichwörtliche Nervenschlacht geboten. Beide Akteure schenkten sich nichts und so musste der Tie-Break im dritten Satz die Entscheidung herbeiführen. Beim Stand von 5:6 behielt Allmich kühlen Kopf und wehrte einen Matchball ab. Bei 7:7 gab er den gegnerischen Aufschlag gut und challengte nicht, obwohl der Ball Fußbreit neben der Linie seinen Abdruck sichtbar hinterließ. Äußerlich vollkommen unbeeindruckt nahm er die Situation hin und konterte spielerisch durch ein Ass, dass die Linie putzte. Die zwei notwendigen Punkte Vorsprung konnte sich der Elbestädter beim 11:9 sichern und damit die Nervenschlacht zu seinen Gunsten beenden (6:3, 4:6, 7:6 gegen Maik Fischer). Mit seinem Sieg brachte Allmich die Blau-Weißen mit 3:0 in Front.

Alle Augenpaare richteten sich nun auf das Spitzeneinzel. Alle Jahre wieder traf Scheffer auf den Jessener Vereinsbesten Schmidt. Alle bisherigen Matches zwischen beiden waren stets eng umkämpft und in den letzten Spielzeiten brachte immer erst der Gewinn des dritten Satzes den Sieger hervor - leider bislang am Ende immer Schmidt. Den gegenwärtigen Head-to-Head-Vergleich wollte Scheffer ändern und ging verheißungsvoll auf den Court. Lief er noch im Vorjahr einem Satzrückstand hinterher, so war er dieses Mal von Anfang an präsent und der spielbestimmende Faktor. Folgerichtig sicherte er sich den ersten Durchgang. Mit Beginn des zweiten Satzes riss sein Faden plötzlich abrupt ab und die Souveränität aus Durchgang eins war dahin. Die Statistik der unerzwungenen Fehler stieg insbesondere auf seiner Vorhandseite an. Die einhändige Rückhand als Scheffers Paradeschlag war zu wenig, um Schmidts beidhändigen Schlägen in ausreichendem Maße Paroli bieten zu können. Durchgang zwei und drei endeten überraschend deutlich (6:3, 0:6: 1:6 gegen Thomas Schmidt). Mit diesem Einzelsieg verkürzten die Jessener auf 1:3 und bewahrten sich die Minimalchance auf ein Unentschieden. 

In den ausstehenden Doppeln brachten die Blau-Weißen Müller an der Seite von Scheffer im Spitzendoppel ins Spiel. Die weitere Doppelpaarung bestritten Allmich/Höhn für die Schifferstädter. Wie prognostiziert stellten die Jessener ihre Doppelteams Schmidt/Thieme und Fischer/Krug entgegen. Jene Paarungen, die auch im Vorjahr das Unentschieden festhielten.

Das eingespielte Duo Scheffer/Müller agierte auf Augenhöhe über die gesamte Matchdauer. Wenngleich in den Ballwechseln kein Unterschied der Kontrahenten auszumachen war und alle Spiele mindestens über Einstand gingen, überwiegend sogar mehrfach, so verzweifelten die Roßlauer in den entscheidenden Phasen an kleinen Fehlern. Am Ende mussten beide zum Anschlusspunkt den Hausherren gratulieren (3:6, 2:6 gegen Schmidt/Thieme). 

Die Partie auf dem Nachbarcourt war ähnlich spannend. Fehlte den Platzgästen im ersten Durchgang nur ein Break zur Führung, so lagen die Elbestädter im zweiten Satz bereits mit 0:4 und folgend mit 1:5 im Rückstand. Gerade den Jessener Kapitän Fischer bekamen beide nicht in Griff, der wie entfesselt ein ums andere Mal auftrumpfte. Allmich/Höhn rappelten sich nochmal auf und starteten eine Aufholjagd bis zum 4:5. Letztendlich war den Blau-Weißen der Satzausgleich vergönnt und die Jessener Tennisfreunde konnten das Unentschieden festhalten (4:6, 4:6 gegen Fischer/Krug). 

Wie im Vorjahr endet die Punktspielbegegnung in der Gesamtaddition mit 3:3 Punkten und 7:7 Sätzen. Bei den gewonnenen Spielen verkürzte sich der Abstand von 9 in der Vorsaison (67:58 für Jessen) auf 4 (65:61 für Jessen). Friedrich resümierte nach dem Spiel: „Sowohl auf den Courts konnte man enge Matches bestaunen als auch im Spielberichtsbogen ist es erkennbar, wir sind auf Augenhöhe. Mit etwas Glück gehen wir als Sieger von der Asche, genauso hätten wir auch mit einer Niederlage die Heimreise antreten können. Mögliche Matchbälle hatten die Jessener. Großen Respekt an alle Akteure für die fairen Partien bei den hochsommerlichen Temperaturen.“

Mit dem zweiten Unentschieden bleiben die Elbestädter weiterhin inmitten des Kampfes um den Vizetitel. Zum Saisonabschluss empfangen die Blau-Weißen am So, 14.7. um 10 Uhr auf heimischer Anlage die Sportler vom TG SG Drosa, die bislang nach zwei Niederlagen am Tabellenende rangieren und noch am Sa, 13.7. auf eigener Anlage ein Nachholspiel gegen Tangerhütte absolvieren müssen.

Roßlau spielte mit: Daniel Scheffer, Matthias Allmich, Stefan Höhn André Friedrich und Bastian Müller 

 

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