Keine Angst vor großen Namen - „Classico“ auf roter Asche

Stafan Hohn TC

Keine Angst vor großen Namen - „Classico“ auf roter Asche

Tennis – Herren 30 (Landesliga)

 

Stadtderby mit deutlichem Ausgang 

Roßlau/AFR. Auf den Tag genau einen Monat lag für die Blau-Weißen Herren30 das letzte und bislang einzige Punktspiel dieser Saison zurück. Am 1. Mai entführten die Elbestädter durch ein leistungsgerechtes Unentschieden einen wichtigen Punkt aus Tangerhütte. Beim zweiten Punktspiel waren die Elbestädter nun Gastgeber und empfingen am 1. Juni die Sportler vom TC Rot-Weiß Dessau. In der Saison 2014 kam es letztmalig in der Landesliga zum Stadtderby. Seinerzeit fertigten die Schifferstädter mit einem 6:0 die Stadtrivalen ab und besiegelten sogleich den Muldestädtern eine verkorkste Saison. Seither meldeten die Stadtnachbarn kein Herren30-Team mehr für den Punktspielbetrieb und konzentrierten sich auf ihre 1. Herren in der Landesoberliga und 1.Herren40 in der Ostliga, wo 4 Jahre in Folge die Rot-Weißen erfolgreich mitspielten.

Mit der Saison 2019 richten sich die Dessauer nun strategisch neu aus und zogen aufgrund interner struktureller Maßnahmen ihr Flaggschiff 1.Herren40 vollständig vom Punktspielbetrieb zurück. Mit der neuerlichen Meldung im jüngsten Seniorenbereich Herren30 greifen sie neu an. Wenngleich aufgrund der individuellen Leistungsklassen die Muldestädter das Niveau haben, um in der Landesoberliga, der höchsten Spielklasse von Sachsen-Anhalt, sofort aufzuschlagen, wurde dieser Antrag vom Tennisverband vorm Saisonanfang abgelehnt und blieb unbeachtet bei der Staffeleinteilung. Und so müssen die Rot-Weißen sich durch alle Ligen sportlich nach oben spielen. Das sie die spielerischen Mittel für den glatten Durchmarsch haben erfuhren bislang bei ihren Punktspielen die Teams von der TG SG Drosa und vom TC Jessen. Am Ende gewann Dessau souverän jeweils mit 6:0 Matchpunkten und 12:0 Sätzen. Gegen Drosa gaben sie dabei insgesamt nur 11 Spiele ab, gegen Jessen war es sogar noch ein Zähler weniger. 

Realistisch schätzten die Roßlauer Mannen somit ihre Chancen auch auf heimischer Asche ein. Zumindestens wollten die Blau-Weißen besser abschneiden als ihre Konkurrenz, um im direkten Vergleich um den Platz nach Dessau Boden gut zu machen. Somit war die Minimalaufgabe für dieses Punktspiel mehr als 12 Spiele zu gewinnen. 

Dieser Herausforderung stellten sich Matthias Allmich, Stefan Höhn, Marko Schneider und André Friedrich. 

Allmich bekam es im Spitzeneinzel mit dem um 8 Leistungsklassen höher spielenden Dessauer Mannschaftskapitän Feigenspan zu tun. Der Roßlauer fand zu keiner Zeit zu seinem Spiel und blieb an diesem Tag chancenlos (0:6, 0:6 gegen Stefan Feigenspan). Schneider hatte eine gleichartige Herkulesaufgabe vor sich. Ihn trennten laut dem Spielberichtsbogen auch 8 Leistungsklassen von seinem Vornamensvetter. Erwartete sein Gegenüber einen glatten Ausgang seines Matches ging es nach Schneiders anfänglichem Satzverlust bis zum 2:3 im zweiten Satz ausgeglichen hin und her. Sichtlich nervös agierte der Rot-Weiße nun und kommentierte in unangebrachter Weise nicht nur Vorkommnisse auf dem benachbarten Fußballplatz sondern auch Schneiders Spielweise. Schneider blieb angemessen verhalten und suchte die Antwort durch spielerische Akzente auf der roten Asche. Diese gelangen ihm auch, jedoch nicht in ausreichendem Maße, um noch weitere Spiele zu erlangen (1:6, 2:6 gegen Marko Forth). 

Höhn traf in seinem Match auf Wieczorek, der ursprünglich in Naumburg beheimatet ist. Als im Zuge der strategischen Neuausrichtung der Dessauer das Angebot vom Herren30-Team kam und die avisierte Perspektive Landesoberliga/Ostliga ihm aufgezeigt wurde, war er schnell überzeugt. Dank der möglichen Doppelspielberechtigung ist er mit LK10 eine sinnvolle Verstärkung für die Muldestädter. Höhn (LK15) ging unbeeindruckt gegen seinen Kontrahenten auf den Court. Hatte er doch gerade erst bei seinem letzten Einsatz im Herren40-Bereich erfolgreich unter Beweis gestellt, dass er im Stande ist bessere Spieler zu bezwingen. War es letztens ein LK12-Spieler aus Elsnigk, war er nun heiß auf Wieczorek. Und so gestaltete sich im ersten Satz ein Duell auf Augenhöhe. Mit nur einem Break Rückstand ging dieser leider an den Wahldessauer. Im zweiten Gewinnsatz blieb Höhn druckvoll. Selbst sein Racket musste dem hohen Tempo Tribut zollen und brach während eines Ballwechsels unterhalb des Schlägerkopfes. Mit Ersatzschläger bewaffnet wollte er den Turnaround herbeiführen, hatte jedoch leider das Nachsehen (4:6, 1:6 gegen Toni Wieczorek). 

Friedrich traf in seiner Partie auf Strohscherer. Strohscherer ist für die Roßlauer ein altbekannter, denn er trug selbst einmal die Blau-Weißen Vereinsfarben, als er seinerzeit das Landesliga-Team der 1. Herren in 2016 siegreich verstärkte. Damals wie heute wird er für seine besonnene und intelligente Spielweise geschätzt. Entsprechend nervös agierte Friedrich auch zum Matchanfang. Erst nach einem viel zu schnellen 0:4 Satzauftakt gelang ihm sein erster Spielpunkt. Zu spät, um die zwei Breaks im ersten Durchgang noch aufzuholen. Die ausgeglichene Matchphase hielt bis zum 3:3 im zweiten Gewinnsatz an. Aber dann war es wieder Strohscherer, der die besseren Entscheidungen traf und auch umsetzen konnte. Friedrich blieb an diesem Tag auch nur die Gratulation an seinen Gegner (2:6, 3:6 gegen Waldemar Schrohscherer). 

Mit 0:4 nach den gespielten Einzeln war die Punktspielbegegnung schon vorzeitig entschieden. Aber immerhin konnten die Schifferstädter ihr selbst gesetztes Minimalziel erreichen. Mit 13 gewonnenen Spielen hatte man bereits nach den Einzeln mehr erreicht, als die bisherigen Gegner der Dessauer insgesamt inklusive derer gespielten Doppel. 

In den Doppeln trafen alle Spieler wieder auf ihre jeweiligen Einzelkontrahenten. Die Roßlauer Punktejagd sollten die Paarungen Allmich/Höhn und Schneider/Friedrich in den Doppeln fortsetzen. Allerdings ließen die Dessauer auch hier nichts anbrennen. Die ersten Gewinnsätze gingen jeweils 6:1 für die Muldestädter aus. Im Spitzendoppel konnten Allmich/Höhn im zweiten Durchgang noch länger mithalten (1:6, 3:6 gegen Feigenspan/Wieczorek), das Mühen von Schneider/Friedrich wurde nicht mehr belohnt (1:6, 0:6 gegen Forth/Strohscherer). 

Erwartungsgemäß endet die Punktspielbegegnung im Stadtderby. Dem prognostizierten souveränen Durchmarsch der Rot-Weißen in die Landesoberliga hatten die Blau-Weißen nichts entgegenzusetzen. 

Nachdem den Dessauern der Titelrang nicht mehr zu nehmen ist, konzentrieren sich die Roßlauer nunmehr auf den Vizeplatz. Diesen haben gegenwärtig die Sportfreunde vom TC Jessen inne. Und genau dorthin führt es die Blau-Weißen zum nächsten Punktspiel am Sonntag, 23.6. um 11 Uhr.  

Roßlau spielte mit: Matthias Allmich, Stefan Höhn, Marko Schneider und André Friedrich

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TC Blau-Weiß Roßlau e.V.

Streetzer Weg 7a
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Tel: 034901/86081


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