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Leistungsgerechtes Unentschieden zum Saisonauftakt 3:3 auf fremder Asche beim Staffelneuling SV Germania Tangerhütte

Marco Schneider Tennis Mai 2019

Tennis – Herren 30 (Landesliga)

Leistungsgerechtes Unentschieden zum Saisonauftakt

3:3 auf fremder Asche beim Staffelneuling SV Germania Tangerhütte

Tangerhütte/AFR. Die gelbe Filzkugel fliegt zur Freude der Tennissportler vom TC Blau-Weiß Roßlau wieder übers Netz. Am Maifeiertag startete die neue Punktspielsaison 2019. Für die Blau-Weißen Teams eröffnete die Herren30-Equipe die Wettbewerbe wieder in der Landesliga. Mit Platz 4 in der Endabrechnung der 6-Teamstarken Staffel im Vorjahr (1 Sieg, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen) wurde ein seit Jahren fest gebuchter Platz unter den Top3 erstmals wieder verfehlt. Das soll sich in der neuen Saison wieder ändern. Auch wenn diese Zielsetzung sich auf den ersten Blick für sehr schnell realisierbar erweist, denn in der diesjährigen Landesliga-Staffel im Herren30-Bereich haben nur 5 Vereine Teams gemeldet und es müssen somit nur wiederum zwei Teams hinter den Schifferstädtern landen, so offenbart die intensivere Analyse die große Aufgabe, die mit dieser Vorgabe einhergeht. 

Aus dem Vorjahr sind die bekannten Mannschaften TC Jessen und TG SG Drosa wieder mit von der Partie. Gegen beide Teams führte in 2018 kein Weg an einem Unentschieden vorbei und der Kampf um den Bronzerang ging aufgrund der besseren Matchbilanz an die Jessener. Neu in der Staffel sind der TC Rot-Weiß Dessau und die SV Germania Tangerhütte. Vom benachbarten Club aus der Muldestadt wird ausgehend von der möglichen Spielerliste und dem -potenzial der direkte Aufstieg in die Landesoberliga, die höchste Spielklasse vom Tennisverband Sachsen-Anhalt, erwartet. Der Ausgang der Partien von den Germaniern aus Tangerhütte ist schwer prognostizierbar und gleicht einer Black Box. Im Vorjahr duellierten sich die Altmarker mit Vereinen aus der Region Magdeburg und Harz. Da einige der dortigen Vereine ihre 30er Teams heuer auflösten um entweder im Herren40-Bereich anzugreifen oder wieder im normalen Herrenbereich neu durchzustarten, sind die Tangerhütter Neulinge in der Nord-Staffel Nr. 12. Nicht verborgen blieb jedoch bei der Recherche, dass die Altmarker im letzten Jahr mit Robby Sauer ein ehemaliges Jugendtalent in ihren Reihen nach 15jähriger Tennispause reaktivieren konnten und der bereits in 2018 mit Achtungserfolgen wieder auf sich aufmerksam machte. 


Und wie es die Auslosung vom Tennisverband so wollte, war der Liganeuling auch gleich die erste Adresse für das erste Punktspiel. Auf der historischen 3-Platz-Anlage zwischen Magdeburg und Stendal wurden die Blau-Weißen um Kapitän André Friedrich herzlich willkommen. Mit ihm reisten Daniel Scheffer, Stefan Höhn und Marko Schneider zur ersten Standortbestimmung. 

Auf der Altmarker Asche schlugen als erste Höhn, Schneider und Friedrich auf. Höhn bekam mit Robby Sauer auch gleich den besten Tangerhütter Mann an diesem Tag in seinem Einzel vorgesetzt. Durchgang eins war auch ein glatter Durchmarsch des Hausherrn. Im zweiten Satz kam Höhn besser in die Ballwechsel und konnte die Spiele offener gestalten. Ein probates Mittel zum Satzausgleich fand er leider nicht (0:6, 2:6 gegen Sauer). Friedrich hatte da ein leichteres Unterfangen. Von Beginn an bestimmte er das Spielgeschehen und holte sich ungefährdet den ersten Gewinnsatz. Zu Beginn des zweiten Satzes leistete sich Friedrich zwar einige Unkonzentriertheiten und er ließ sich zweimal in Folge sein Aufschlagspiel abnehmen. Durch verwandelte Breakbälle hielt er sich jedoch im Spiel und ab dem 2:2 war es ein glatter Durchmarsch zum Sieg und dem 1:1-Ausgleich (6:0, 6:2 gegen Markus Strey). Schneider musste auf dem Nachbarcourt als einziger an diesem Tag die volle Distanz gehen. Seine zwischenzeitliche Führung im ersten Satz (5:4) konnte er leider nicht nutzen und wurde durch drei Spiele in Folge von seinem Kontrahenten noch abgefangen. Das aufreibende Match hinterließ deutliche Spuren in dem noch sehr weichen Sand-Court. Aus der notwendigen Pause zur Platzpflege und -instandsetzung kam Schneider voller Siegeswillen zurück. Er war es nun auch der die Ballwechsel diktierte und mit 3:0 davonzog. Aber von den beheimateten Fans gepusht kam sein Gegenüber wieder zurück und zwei Seitenwechsel später hatte sich durch eine 4:0-Serie das Blatt auf 3:4 wieder gewendet. Schneider wehrte sich und bot in dieser Phase sein bestes Tennis. In Erinnerung seines euphorischen Satzbeginns lieferte er wiederum einen lupenreinen 3:0-Lauf ab und holte sich dadurch den zweiten Gewinnsatz. Zwei Stunden waren bis dato bereits absolviert und der entscheidende Satz sollte entweder den Blau-Weißen oder den Gastgebern die 2:1-Führung bringen. Nahezu typisch für den abwechselnden Spielverlauf hatte nun der Tangerhütter eine zu 0-Phase. Ganze 5 Spiele infolge konnte er auf seinem Konto verbuchen ehe Schneider diesen Lauf durchbrach und seinen Service zum 1:5 erfolgreich durchbrachte. Leider zu spät, um den drohenden Matchausgang noch zu verhindern (5:7, 6:4: 1:6 gegen Matthias Strey). 


Währenddessen schlug Scheffer auf dem Hauptcourt im Spitzeneinzel auf. Und alle erwarteten einen klaren Ausgang seiner Partie, denn er liegt 7 Leistungsklassen über seinem Herausforderer. Entsprechend einseitig war das Match. Lange Rallyes kamen insbesondere dann nicht auf, wenn Scheffer seine druckvolle Rückhand erfolgreich einsetzen konnte. Beim Stand von 6:1, 5:0 ließ er einige Chancen ungenutzt um den Sack zu zu machen. Dadurch verpasste er es die Spielzeit unter einer Stunde zu halten. Aber zwei Spiele später war es soweit und er gewann letztlich ungefährdet (6:1, 6:2 gegen Oliver Lippert). 

Damit konnte er für die Roßlauer Mannen in der Gesamtabrechnung wieder zum 2:2 ausgleichen. 

Mit taktischen Überlegungen zur richtigen Aufstellung der Doppel befassten sich nun beide Teams. Die Blau-Weißen mussten dabei die gegnerische Nuss „Robby Sauer“ knacken und sich die Frage stellen, in welchem der beiden Doppel und an wessen Seite würden die Hausherren ihren Top-Mann wohl einsetzen. 

In den Spielberichtsbogen wurden die Roßlauer Paarungen Scheffer/Höhn und Schneider/Friedrich eingetragen und erstere wurde im Spitzendoppel die große Aufgabe zugetraut, Sauer zu egalisieren. Dies gelang über weite Strecken ihres Matches sehr eindrucksvoll. Ganz ausschalten konnten beide ihn nie ganz. Gerade am Netz spielte der Hausherr seine Volleystärke aus und zog dadurch sprichwörtlich den Nerv. Mit nur jeweils einem Break Rückstand unterlagen die Schifferstädter (4:6, 3:6 gegen Sauer/Strey, Matthias). 

Das zweite Doppel musste nun gewonnen werden, um die drohende Niederlage in ein Unentschieden abwenden zu können. Schneider/Friedrich erledigten ihre Aufgabe schnörkellos. Da sie die gegnerischen Aufschlagspiele einfach breaken konnten, lag der Schlüssel zum Erfolg in ihren eigenen Services. Und hier nutzten beide zusehends über die Spieldistanz ihre Variationsmöglichkeiten bis hin zum Matchgewinn (6:4, 6:1 gegen Lippert/Strey, Markus). 

„Das 3:3 in der Gesamtabrechnung ist leistungsgerecht und geht in Ordnung“ äußert sich der Roßlauer Friedrich. „Wichtig ist, gut in die Saison zu starten und in einen Spielrhythmus zu kommen.“ 

Neben den sehr weichen Plätzen war auf beiden Seiten anhand der hohen Quoten bei den unerzwungenen Fehlern noch die frühe Saisonphase erkennbar. Bis zum nächsten Punktspiel der Blau-Weißen (1.6. gegen TC RW Dessau) werden noch eine Trainingseinheiten folgen, um die notwendige Sicherheit zu erlangen. Zusätzlich werden punktuelle Einsätze bei den Punktspielen im Herren40-Bereich im Mai noch genutzt, so dass sich die Spielpraxis und -routine wieder einstellt.

Roßlau spielte mit: Daniel Scheffer, Stefan Höhn, Marko Schneider und André Friedrich

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Kontaktdaten

TC Blau-Weiß Roßlau e.V.

Streetzer Weg 7a
06862 Dessau-Roßlau

Tel: 034901/86081


info@tennis-rosslau.de

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