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6:0 Heimsieg der Herren

Bastian Mueller6:0 Heimsieg der Herren gegen TG SG Drosa II - Herren 30 unterliegen 2:4 beim TC GW Aschersleben

Aschersleben/Roßlau/AFR. Die Herrenteams der Blau-Weißen blicken wieder auf ein spielintensives Wochenende zurück. Die Punktspieltage 5 (Herren30) und 4 (Herren) standen auf dem Programm. Dazu reisten die Herren30 am Samstag, 27.5. in den Vorharz zum TC GW Aschersleben. Einen Tag später duellierte sich die erste Herrengarde auf heimischem Terrain mit den Sportlern vom TG SG Drosa II.

Herren30 (Landesliga)

Zwar hatten die Schifferstädter in der Vorwoche mit 0:6 gegen TC Krumbholz Bernburg  erstmals in dieser Punktspielsaison verloren, aber bei näherer Betrachtung des klaren Ergebnisses wird deutlich, dass die Bernburger dazu ihren Landesoberligakader einsetzen mussten. Die bis dato ungeschlagenen Blau-Weißen Herren wurden in ihrem spielerischen Vermögen als ernstzunehmender Konkurrent eingeschätzt. Mit viel Selbstvertrauen aus diesem Spieltag traten die Herren30 ihre längste Auswärtsfahrt nach Aschersleben an. Aber auch bis in den Vorharz strahlte die Roßlauer Tennisgunst. Die Ascherslebener wollten die Platzgäste nicht auf die leichte Schulter nehmen und traten mit den besten 4 ihrer Top5 Spieler die Einzel an. Immerhin waren die Grün-Weißen bis dahin die ersten Verfolger der Bernburger und ebenso ungeschlagen. Jedoch ein 3:3 Unentschieden gegen jene Bernburger Mannen standen auf ihrem Konto. Und da Bernburg mit 6:0 gegen die Roßlauer vorgelegt hatte, war Aschersleben zum Nachziehen verdammt. 

Auf Roßlauer Seiten wurde mit Daniel Scheffer schmerzlich der Vereinsbeste vermisst. Er konnte nicht zur Auswärtsaufgabe antreten. Stattdessen trat Stefan Höhn in seine Fußstapfen - und wie! Neben Höhn hielten Marko Schneider, André Friedrich und Frank Richter die Blau-Weißen Fahnen hoch.

Die 3-Platzanlage bespielten als erste Einzelserie Höhn, Friedrich und Richter. Alle Matches gingen weit über 2 Stunden Spielzeit und verlangte den Mannen bei hochsommerlichen Temperaturen über 30 Grad Celsius viel Kondition ab. Richter bekam erst mit zunehmender Spieldauer Zugriff auf seine Partie. Nach erstem Satzverlust schaffte er es auf 3:1 im zweiten Durchgang davon zu ziehen. Das erlangte Break Vorsprung konnte Richter bis zum 5:3 verteidigen. Wenige Unaufmerksamkeiten reichten jedoch und der Heimkapitän konnte zum 5:5 ausgleichen. Dieses Momentun nutzte der Hausherr und siegte glücklich (2:6, 5:7 gegen Christian Fricke). Friedrich war zu dieser Zeit bereits im dritten Satz angelangt. Konnte er den ersten Durchgang für sich gestalten kam sein Herausforderer wieder mit dem Satzausgleich heran. Die herrschende Hitze ließ jeden zusätzlichen Meter sprichwörtlich zur Qual werden. Beide Spieler versuchten mit kurzen Ballwechseln entscheidende Punkte zu erzielen. Konnte Friedrich bis dato durch raffiniertes Slice-Spiel seinen Gegner immer wieder zu erzwungenen Fehlern verleiten, war die Umstellung auf den sofortigen Winnerschlag nicht von Erfolg gekrönt. Friedrichs eigene Fehlerquote stieg an und er musste seinem um eine Leistungsklasse höher eingestuften Gegner gratulieren (6:4, 4:6, 3:6 gegen Thomas Heß). Höhn spielte dafür umso cleverer. Und das sein gesamtes Match hindurch. Im Spitzeneinzel bekamen die Zuschauer hochklassiges Tennis geboten. Höhn unterlag zwar den ersten Durchgang, aber er strahlte an diesem Tag den unbedingten Siegeswillen aus. Unbesonnen des Satzrückstandes spielte er konzentriert auf. Bis zum 2:2 konnte sein Gegner noch Paroli bieten. Dann kam Höhns Gala-Vorstellung. Ob von der Grundlinie oder am Netz. Höhn brillierte nach Belieben. Folgerichtig brachte er gegen den Ascherslebener Favoriten, der sogar vier Leistungsklassen höher rangiert, 10 Spiele bis zum Matchgewinn in Serie durch (4:6, 6:2, 6:0 gegen Sebastian Haberecht). 

Schneider komplettierte die Einzel. Auch er hatte es mit einem um vier Leistungsklassen höher spielenden Ascherslebener zu tun. Vom reinen Meldebogen her somit eigentlich eine klare Angelegenheit. Aber das was möglich ist, hatte er eindrucksvoll in Höhns Match gesehen. Und so war es auch Schneider, der ohne Zögern sofort das Heft des Handelns und die Spielführung in die Hand nahm. Die Anzeigetafel zeigte rasch eine 3:0 Führung an. Nach dem folgenden Seitenwechsel strahlte sodann ein 4:1 auf Blau-Weißer Seite. Alles lief nach Matchplan. Offensichtlich erkannten die heimischen Fans die Situation und das Wanken ihres Top2-Spielers. Sie versuchten durch Zwischenrufe ihn anzufeuern. In ihrem Übereifer applaudierten sie jedoch auch bei Fehlern Schneiders. Dieses unsportliche Verhalten brachte Schneider vollkommen aus dem Tritt. Sein entwickeltes Erfolgsrezept ging nicht mehr auf (4:6, 0:6 gegen Brian Dressler). 

Mit diesem unverdienten Sieg gingen die Ascherslebener nach den Einzeln mit 3:1 in Front. Dieser herausfordernde Spielstand war für die Schifferstädter neu in dieser Saison. Eine Minimalchance zum Unentschieden verblieb den Blau-Weißen noch. Dazu mussten jedoch beide Doppel siegreich gestaltet werden. 

Die Paarungen Höhn/Schneider und Friedrich/Richter sollten es richten und die notwendigen Punkte erzielen. Die Ascherslebener wiederum stellten mit Jens Zerm einen frischen Spieler auf, der den entkräfteten Kapitän Fricke ersetzte sollte. Zerm kam an der Seite von Heß im zweiten Doppelmatch zum Einsatz und traf somit auf Friedrich/Richter. Jene Paarung, die bislang in dieser Saison stets als Sieger vom Platz ging. Diesen Trend wollten beide auch in Aschersleben fortsetzen. Und so startete Richter gleich mit einem Ass sein Aufschlagspiel. Eine 2:0 Führung war sodann schnell besiegelt. Aber das die Salzlandkreiser nicht zu unterschätzen sind, hatten sie schon am selbigen Tag bewiesen und so gingen vier Spiele in Folge auf das Konto der Hausherren. Plötzlich stand es 2:4 aus Blau-Weißer Sicht. Die passende Antwort lieferten die Elbestädter auf der Asche: ein gekonterter 4:0-Lauf besiegelte Durchgang eins. Der zweite Satz zog sich lange hin und fand erst im Tie-Break seine Entscheidung. Auch hier waren die Schifferstädter hellwach und gingen 4:1 in Front. Mit 7:5 ging der Tie-Break und damit das Match zugunsten der Roßlauer auf (6:4, 7:6 gegen Heß/Zerm). 

Im Spitzendoppel setzten die Hausherren ihre beiden topgesetzten Spieler ein. Höhn/Schneider hatten damit eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Dieser stellten sich beide mit vereinten Kräften. Lange Ballwechsel entwickelten sich. Die einzelnen Aufschlagspiele gingen jeweils über Einstand, teilweise sogar mehrfach. Leider war Fortuna überwiegend auf Grün-Weißer Seite, so dass am Ende die Ascherslebener die Oberhand behielten (1:6, 1:6 gegen Haberecht/Dressler). 

Nach knapp 7 Stunden totaler Spielzeit wurde ein 2:4 und damit die zweite Saisonniederlage quittiert. Da die Sportler vom TC Krumbholz Bernburg ihr zeitgleiches Punktspiel mit 6:0 gewannen, sortieren sich die Ascherslebener aufgrund der beiden verlorenen Matchpunkte gegen Roßlau auf Platz 2 ein. Die Blau-Weißen belegen vor dem abschließenden Spieltag den Bronzerang. Diesen wollen sie in ihrem letzten Heimspiel am Sa, 17.6. um 14 Uhr gegen den TC Schkopau verteidigen. 

Roßlau spielte mit: Stefan Höhn, Marko Schneider, André Friedrich, Frank Richter

Herren (Bereichsliga)

Unter Zugzwang stand die erste Herrenauswahl gegen die Sportler von der TG SG Drosa II. Denn die ebenso bislang ungeschlagenen Tennisspieler vom 1. TC Magdeburg IV nutzten den vorherigen Spieltag am 21.5., an dem die Blau-Weißen spielfrei aussetzen mussten, um mit einem 6:0 ihre Führung auch in der vierten Begegnung zu behaupten. Und dabei gaben sie nur 23 Spiele gegen Drosa ab. Gegen jene Drosaer Mannschaft wurden nunmehr die Blau-Weißen Rackets geschwungen und die Magdeburger Tabellenführer mussten spielfrei das Geschehen verfolgen.

Nach drei 5:1 Siegen in Folge musste somit ein deutlicher Sieg her, um den Landeshauptstädtern die Stirn zu bieten. Dieses Vorhaben wollten Matthias Allmich, Stefan Höhn, Bastian Müller, André Friedrich und Frank Richter umsetzen.

Überraschend reiste das Gästeteam aus Drosa nur mit drei Spielern an, da zeitgleich deren erste Auswahl in einer anderen Staffel auch um den Aufstieg in die Landesliga kämpft und dort personell ausgeholfen werden musste. Somit lagen die Schifferstädter 2:0 durch kampflose Siege eines Einzels und eines Doppels in Front.

Daher gingen mit Allmich, Höhn und Müller nur drei Elbestädter für die Einzel auf die Courts. Müller war es dann auch, der den ersten spielerisch erzielten Punkt auf dem Roßlauer Konto verbuchte. Er brauchte nur knapp 45 Minuten um die Machtverhältnisse in seiner Begegnung deutlich klar zu rücken (6:1, 6:1 gegen Marcel Turkat). Höhn stand ihm in nichts nach. Noch beflügelt von seinem Vortagesauftritt in Aschersleben mit dem Herren30-Team stand er auf der roten Asche. Er knüpfte nahtlos an sein hervorragendes Abschneiden an und bestätigte wiederholt seine Leistungskurve (6:1, 6:0 gegen Uwe Lehmann). Allmich musste diesmal und erstmalig in dieser Saison im Spitzeneinzel antreten. Er bekam es mit dem 22jährigen Maximilian Tesche zu tun. Der 45-jährige Routinier konnte sich auf sein Leistungsspektrum verlassen. Nach Gewinn des ersten Satzes servierte er beim Stand von 5:3 und 40:15 zum Sieg. Zwei Matchbälle verstrichen ungenutzt und es wurde nochmal spannend. Aber bereits nach dem nächsten Seitenwechsel war es Allmich, der die entscheidenden Akzente setzte und zum Match breakte (6:2, 6:4 gegen Maximilian Tesche).

Der Gesamtsieg war damit besiegelt. 5:0 stand es bereits im Spielberichtsbogen vor dem letzten Doppel. Sollte es wieder ein 5:1 Ergebnis werden, was in dieser Saison bislang immer am Ende festgestellt wurde, oder doch das greifbare 6:0?

Müller/Friedrich nahmen sich entschlossen die gelben Filzkugeln und schlugen gegen Tesche/Turkat auf. Ihr letztes gemeinsames Doppel bestritten beide in der Saison 2015. Damals trafen sie ebenso auf Tesche jedoch an der Seite von Maxim Illi für den Köthener Verein spielend und die Roßlauer siegten (7:5, 6:3). Nun wurden die Karten neu gemischt und die Blau-Weißen brauchten einen Moment um die Partie zu kommen. Sie blickten auf einen 1:3 Rückstand im ersten Satz. Kurze Absprachen halfen beiden, sich besser abzustimmen und es lief wieder. Fünf Spiele später war der erste Durchgang gedreht. Der zweite Satz zeigte einen parallelen Spielverlauf. Wieder lagen beide 1:3 zurück. Aber wie man diesen Spielstand umdrehen kann, hatten sie schon einmal gezeigt. Mit Konzentration zwangen sie ihre Herausforderer in die Knie und siegten (6:3, 6:3 gegen Tesche/Turkat).

Mit 6:0 geht die Punktspielbegegnung klar zugunsten der Schifferstädter auf. Dabei haben die Blau-Weißen sogar nur 16 Spiele abgegeben und die Duftmarke der Madgeburger um 7 Spiele unterboten. Ein deutliches Ausrufezeichen und beeindruckende Kampfansage senden sie damit in die Landeshauptstadt. Beide Teams schauen auf einen verlustpunktfreien Monat Mai und jeweils vier Siege zurück. Der fünfte Spieltag wird die Entscheidung um den Aufstieg in die Landesoberliga bringen. Das Duell der Vorjahreslandesligisten findet am So, 18.6. um 9 Uhr auf der heimischen Anlage am Streetzer Weg statt. Nur der Sieger wird wieder in die zweithöchste Spielklasse Sachsen-Anhalts zurückkehren können. Die Blau-Weißen hoffen auf zahlreiche Unterstützung ihrer Fans, um den Heimvorteil erfolgreich nutzen zu können.  

Roßlau spielte mit: Matthias Allmich, Stefan Höhn, Bastian Müller, André Friedrich, Frank Richter

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Kontaktdaten

TC Blau-Weiß Roßlau e.V.

Streetzer Weg 7a
06862 Dessau-Roßlau

Tel: 034901/86081


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